outen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungou-ten
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Jargon
1.
jmds. homosexuelle Veranlagung (besonders die einer prominenten Person) ohne dessen Zustimmung bekannt machen
2.
sich öffentlich zu seinen homosexuellen Veranlagungen bekennen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

outen Vb. ‘öffentlich machen, sich zu etw. bekennen’ (seine homosexuelle Neigung, ein abweichendes Verhalten), gebildet (Ende 20. Jh.) mit dt. Verbalflexion (vgl. Part. Prät. geoutet) nach engl. outing ‘Bekenntnis zur Homosexualität’ (zunächst erzwungen, dann freiwillig), zu engl. to out (umgangssprachlich) ‘sprachlich mit etw. herausrücken’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) outen · offen zeigen · ↗offenbaren · zu erkennen geben · zum Vorschein bringen
Assoziationen
  • (eine) klare Haltung einnehmen · (sich) bekennen (zu) · ↗(sich) erklären · (sich) outen · (sich) zu erkennen geben · Farbe bekennen · nicht verleugnen · stehen zu
Synonymgruppe
aufdecken · ↗aufklären · ↗demaskieren · ↗enthüllen · ↗entlarven · ↗enttarnen · offen legen · ↗offenbaren · outen · zu erkennen geben  ●  ↗auspacken  ugs. · ↗decouvrieren  geh. · ↗dekuvrieren  geh. · die Katze aus dem Sack lassen  ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
(eine) klare Haltung einnehmen · (sich) bekennen (zu) · ↗(sich) erklären · (sich) outen · (sich) zu erkennen geben · Farbe bekennen · nicht verleugnen · stehen zu
Assoziationen
  • Farbe bekennen · Flagge zeigen · offen eintreten für
  • (sich) outen · offen zeigen · ↗offenbaren · zu erkennen geben · zum Vorschein bringen
  • (etwas) sagen zu · ↗(sich) positionieren · Position beziehen · Stellung beziehen (zu) · Stellung nehmen (zu) · ↗antworten · ↗beantworten · ↗eingehen (auf) · ↗erwidern (auf) · ↗reagieren · zur Antwort geben
  • (etwas) klar aussprechen · (ganz) offen sein · (jemandem) nichts vormachen · (mit etwas) nicht hinterm Berg halten · (mit jemandem) Fraktur reden · (sich) unmissverständlich ausdrücken · auf den Punkt bringen · auf den Punkt kommen · deutlich werden · deutliche Worte finden · deutlicher werden · klare Worte finden · offen reden · offen und ehrlich seine Meinung sagen · unbeschönigt seine Meinung äußern · unverblümt benennen  ●  die Karten offen auf den Tisch legen  fig. · kein Blatt vor den Mund nehmen  fig. · offen aussprechen  Hauptform · (eine) klare Ansage (machen)  ugs. · (etwas) auf gut Deutsch sagen  ugs. · ↗Klartext (reden)  ugs. · Klartext reden  ugs. · Tacheles reden  ugs. · aus seinem Herzen keine Mördergrube machen  ugs. · das Kind beim Namen nennen  ugs. · nicht (lange) um den heißen Brei herumreden  ugs. · nicht drumherum reden  ugs. · reinen Wein einschenken  ugs., fig. · zur Sache kommen  ugs.
  • (sich) halten (an) · bleiben bei · festhalten an · nicht abgehen von · nicht aufgeben  ●  (sich) leiten lassen von  geh.
  • (die) Verantwortlichkeit (klar) benennen · (klar) sagen was los ist · Namen nennen · sagen, wer dahintersteckt  ●  Ross und Reiter nennen  Redensart, fig. · das Kind beim Namen nennen  Redensart, fig. · die Dinge beim Namen nennen  Redensart, fig., Hauptform · sagen was Sache ist  ugs. · sagen, was ist  ugs.
  • keine Heimlichtuerei betreiben  ●  (die) Karten auf den Tisch legen  fig. · mit offenen Karten (spielen)  fig.
  • (eine) Entscheidung treffen · (einen) Entschluss fassen · ↗(sich) durchringen · ↗(sich) entschließen  ●  ↗(sich) entscheiden  Hauptform
  • (ein) Zeichen setzen · (etwas) deutlich machen · ↗(etwas) tun · ↗(etwas) unternehmen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alkoholiker Anhänger Anhängerin Antisemit Befürworter Doping-Sünder Ehebrecher Fan Feminist Fußballfan Gourmet Homosexueller IM Informant Lesbe Liebespaar Liebhaber Macho Prominente Raucher Romantiker Schwule Steinewerfer Sünder Verehrer Verfechter homosexuell lesbisch schwul sogleich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›outen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zudem liegt es längst nicht jedem, sich vor der Öffentlichkeit als einsamer Single zu outen.
C't, 2001, Nr. 16
Nun outet es sich offensichtlich lustvoll, und siehe, seine Freiheit ist grenzenlos.
konkret, 1999
Man kann sich wieder als Schriftsteller outen, ohne gleich scheel angeguckt zu werden.
Der Tagesspiegel, 12.10.1998
Unlängst hatte sie sich in einem amerikanischen Interview als Leseratte geoutet.
Die Welt, 14.05.2004
Und auch den Maunz hat die »National-Zeitung« gleich nach seinem Tod geoutet.
konkret, 1993
Zitationshilfe
„outen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/outen>, abgerufen am 15.12.2018.

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