päppeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpäp-peln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›päppeln‹ als Letztglied: ↗aufpäppeln · ↗hochpäppeln
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn., besonders ein Kind, gut ernähren, (mit Brei) füttern
Beispiel:
das (kranke) Kind päppeln
umgangssprachlich, abwertend, übertragen etw., jmdn. unter großem Kraftaufwand fördern
Beispiele:
mit ihrer ständigen Bewunderung päppelten die Eltern die Eitelkeit des Sohnes
er [Metternich] päppelt mit unseren Steuergeldern jede wertlose Industrie [MoloEin Deutscher436]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Papp · Pappe1 · pappen · päppeln · pappig
Papp m. Pappe1 f. ‘Kinderbrei, Kleister’, frühnhd. papp(e), pepp(e) (Ende 15. Jh., doch wohl älter). Elementares Lallwort der Kindersprache, das mit seinen Lippenlauten den Eßvorgang nachahmt. Vergleichbare Formen in anderen Sprachen dürften voneinander unabhängig entstanden sein; vgl. lat. pappa, mnd. mnl. pap(pe), engl. nl. pap ‘Kinderbrei’. pappen Vb. ‘Brei essen, zu essen geben, kleistern, kleben’ (15. Jh.); vgl. lat. pappāre ‘essen’. Dazu das Intensivum päppeln Vb. ‘sorgsam füttern, ernähren, hätscheln’, mhd. pepelen ‘füttern, zärtlich umgehen, pflegen’; meist in Zusammensetzungen aufpäppeln, hochpäppeln, verpäppeln (19. Jh.). pappig Adj. ‘breiartig, klebrig’ (belegt seit Anfang 19. Jh., doch wohl älter).
Zitationshilfe
„päppeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/päppeln>, abgerufen am 26.05.2019.

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