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päppeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung päp-peln
Wortbildung  mit ›päppeln‹ als Letztglied: aufpäppeln · hochpäppeln
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn., besonders ein Kind, gut ernähren, (mit Brei) füttern
Beispiel:
das (kranke) Kind päppeln
umgangssprachlich, abwertend, übertragen etw., jmdn. unter großem Kraftaufwand fördern
Beispiele:
mit ihrer ständigen Bewunderung päppelten die Eltern die Eitelkeit des Sohnes
er [Metternich] päppelt mit unseren Steuergeldern jede wertlose Industrie [ MoloEin Deutscher436]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Papp · Pappe1 · pappen · päppeln · pappig
Papp m. Pappe1 f. ‘Kinderbrei, Kleister’, frühnhd. papp(e), pepp(e) (Ende 15. Jh., doch wohl älter). Elementares Lallwort der Kindersprache, das mit seinen Lippenlauten den Eßvorgang nachahmt. Vergleichbare Formen in anderen Sprachen dürften voneinander unabhängig entstanden sein; vgl. lat. pappa, mnd. mnl. pap(pe), engl. nl. pap ‘Kinderbrei’. – pappen Vb. ‘Brei essen, zu essen geben, kleistern, kleben’ (15. Jh.); vgl. lat. pappāre ‘essen’. Dazu das Intensivum päppeln Vb. ‘sorgsam füttern, ernähren, hätscheln’, mhd. pepelen ‘füttern, zärtlich umgehen, pflegen’; meist in Zusammensetzungen aufpäppeln, hochpäppeln, verpäppeln (19. Jh.). pappig Adj. ‘breiartig, klebrig’ (belegt seit Anfang 19. Jh., doch wohl älter).

Typische Verbindungen zu ›päppeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›päppeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›päppeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man päppelt sie damit nur größer, wenn sie überhaupt größer werden kann. [Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 19602]
Das Land kann es sich nicht länger leisten, die kranken Betriebe zu päppeln. [Süddeutsche Zeitung, 19.06.1997]
Er war von einem Hund gebissen worden, wir päppelten ihn wieder hoch. [Bild, 18.03.2002]
Schwache Tiere päppelt sie wieder auf, streichelt sie, redet mit ihnen und manchmal singt sie ihnen sogar etwas vor. [Bild, 28.04.2004]
Dort stieg er in bekannte, aber zwischenzeitlich nicht florierende Unternehmen ein und päppelte sie wieder hoch. [Süddeutsche Zeitung, 19.09.1995]
Zitationshilfe
„päppeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/p%C3%A4ppeln>.

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