packend

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Worttrennungpa-ckend (computergeneriert)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

packen · packend · Packeis
packen Vb. ‘Gegenstände bündeln, ein Behältnis füllen’, auch ‘ergreifen, kraftvoll anfassen’ sowie reflexiv ‘sich davonmachen’. Das zu ↗Pack m. (s. d.) gehörende, im Hd. seit dem 14. Jh. übliche spätmhd. backen, frühnhd. packen folgt mnd. packen, paken, das seinerseits (ebenso wie engl. to pack, frz. pacquer, mlat. paccare) auf dem Denominativum mnl. packen ‘packen, einpacken’ beruht. Die Bedeutung ‘bündeln, einschichten’ ist daher auch im Dt. die älteste; sie findet sich in den Erweiterungen auspacken, einpacken (beide 16. Jh.), verpacken (18. Jh., vereinzelt 15. Jh.), bepacken (17. Jh.) und abpacken (‘Gepäck abladen’, 17. Jh.; jetzt ‘in handelsüblicher Menge verpacken’, 20er Jahre 20. Jh.). Der bereits im Mnl. und Mnd. bezeugte, wohl aus der Vorstellung ‘sich beim Weggehen sein Bündel aufladen’ hervorgehende reflexive Gebrauch kommt nhd. seit dem 16. Jh. vor, meist als affektgeladener Imperativ pack dich! (dagegen mnd. sik packen auch ohne Wertung ‘sich wohin begeben’). Neu im 17. Jh. und zunächst besonders in der Soldaten- und Weidmannssprache üblich ist die Verwendung ‘fassen, ergreifen’ (auch nl. in diesem Sinne erst 17. Jh.), bei der es sich vielleicht um eine Kürzung von anpacken (ebenfalls 17. Jh., anfangs vorwiegend ‘tätlich angreifen, ergreifen, in seine Gewalt bringen’) handelt. Hieraus ergibt sich in der 2. Hälfte des 18. Jhs. die Übertragung ‘seelisch ergreifen’ mit dem sich zum Adjektiv verselbständigenden Part. Präs. packend ‘fesselnd, starke innere Anteilnahme weckend’ (2. Hälfte 19. Jh.). Packeis n. ‘übereinandergeschobene Schollen polaren Eises’ (18. Jh., vgl. nl. pakijs, engl. packice), auch gepacktes Eis (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) lesen wie ein Krimi · Spannung erzeugend · ↗atemberaubend · aufregend · faszinierend · fesselnd · mit Thrill · mitreißend · nervenzerfetzend · nervenzerreißend · packend · ↗spannend · spannend wie ein Krimi · ↗spannungsreich  ●  prickelnd  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Derby Dreikampf Duell Endkampf Endspurt Fight Finale Finish Kampfspiel Krimi Partie Pokal-Fight Pokalfight Pokalkampf Pokalpartie Polit-Thriller Psychothriller Reportage Schilderung Schlagabtausch Schlussphase Schlussspurt Story Thriller Torraumszene Torszene Zweikampf erzählt hochklassig mitreißend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›packend‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einem packenden Spiel erarbeiteten sie sich Chance auf Chance.
Der Tagesspiegel, 12.03.2002
Diese packende Episode ist die bestgelungene Szene des ganzen Werkes.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 04.03.1909
Eine packende verwendungsreife Idee erfordert einen stilistisch durchgefeilten Text und eine wirksame Anordnung.
Reklame-Praxis, 1926, Nr. 3, Bd. 3
Aber der Film, der das packendste Mittel der Erziehung oder der Agitation zu sein vermag, ist umständlich im Einsatz.
Kriegk, Otto: Der deutsche Film im Spiegel der Ufa, Berlin: Ufa-Buchverl. 1943, S. 172
Seine Geschichte lieh der Darstellung königlicher Vermessenheit die packendsten Züge.
Benjamin, Walter: Ursprung des deutschen Trauerspiels. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.) Gesammelte Schriften, Bd. 1,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1928], S. 242
Zitationshilfe
„packend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/packend>, abgerufen am 25.03.2019.

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