paffen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpaf-fen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›paffen‹ als Letztglied: ↗lospaffen · ↗weiterpaffen
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend etw. schnell, stoßweise (und ohne zu inhalieren) rauchen
Beispiele:
er pafft eine Zigarre
er pafft eine Zigarette nach der anderen
er raucht nicht, er pafft nur
schnell, stoßweise Tabakrauch ausstoßen
Beispiele:
er pafft Rauchwölkchen
an der Pfeife, Zigarette paffen (= an der Pfeife, Zigarette ziehen und den Tabakrauch ausstoßen)
Josef ... paffte aus einer kurzen Pfeife [BredelEnkel440]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

paff · paffen
paff Interjektion lautmalend für ein kurzes, schlagartiges Geräusch, vor allem für den Knall bei einem Schuß, zuerst in der Form baff (Schottel 1641) in Übereinstimmung mit nd. paff, nl. paf. Dazu ablautend piff paff (puff). Vgl. die Wendung baff, paff sein ‘völlig überrascht, sprachlos sein’ (wie bei einem unvermutet losgehenden Schuß). Substantiviert Paff m. ‘Knall’, auch ‘Zug aus der Tabakspfeife’. paffen Vb. ‘stark rauchen, schnell, stoßweise Tabakrauch ausstoßen’, aus der Studentensprache (18. Jh.), nach dem leichten Geräusch, das beim heftigen Ziehen an der Pfeife mit den Lippen erzeugt wird. Älter paffen, baffen ‘laut ertönen, erschallen, bellen’ (Stieler 1691), mhd. baffen ‘schelten, zanken, bellen’, eigentlich ‘den Laut paff, baff von sich geben’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) eine Zigarette anstecken · ↗rauchen · ↗schmauchen  ●  (sich) eine anstecken  ugs. · (sich) eine rauchen gehen  ugs. · eine (Zigarette) durchziehen  ugs. · paffen  ugs. · ↗qualmen  ugs. · ↗quarzen  ugs. · ↗schmöken  ugs., norddeutsch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Himmel Joint Luft Pfeife Rauch Raucher Rauchverbot Rauchwolke Schlot Wolke Zigarette Zigarillo Zigarre genüßlich gerne hin hocken mal trinken weg weiter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›paffen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die sollten also als einzige aufhören, in der Schule zu paffen.
Bild, 16.06.2004
Vor laufender Kamera darf er nicht rauchen, ansonsten aber pafft er munter weiter.
Süddeutsche Zeitung, 17.05.2001
Aber anstandshalber mußte er wenigstens ein paar Zigaretten mit ihnen paffen.
Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 95
Sie nahm ihrer Mutter die Zigarette fort und paffte einen Zug.
Rothmann, Ralf: Stier, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991 [1991], S. 215
Dann hält er sich mit einem Arm an der Lüftungsklappe fest, brennt die Zigarette an und pafft zum Fenster hinaus.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 234
Zitationshilfe
„paffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/paffen>, abgerufen am 21.03.2019.

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