Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

pappen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung pap-pen
Wortbildung  mit ›pappen‹ als Erstglied: Pappschnee  ·  mit ›pappen‹ als Letztglied: anpappen · aufpappen · zupappen · zusammenpappen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [umgangssprachlich] ⟨etw. auf, an etw. pappen⟩ etw. auf, an etw. kleben
    1. [bildlich] ...
  2. 2. [umgangssprachlich] ⟨etw. pappt⟩ etw. klebt, ballt sich leicht zusammen
  3. 3. [landschaftlich, salopp] ...
eWDG

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich etw. auf, an etw. pappenetw. auf, an etw. kleben
Beispiele:
sie pappte ein Pflaster auf die Wunde
einen Zettel, das Plakat an die Wand pappen
bildlich
Beispiel:
sein Kollege auf der Wartburg war nur insofern besser, als er an seine alten Sprüche die neuen Losungen gepappt hatte [ H. KantAula374]
2.
umgangssprachlich etw. papptetw. klebt, ballt sich leicht zusammen
Beispiel:
der Schnee, Kuchenteig pappt
3.
landschaftlich, salopp
Beispiel:
das Baby pappt (= isst) den Brei
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Papp · Pappe1 · pappen · päppeln · pappig
Papp m. Pappe1 f. ‘Kinderbrei, Kleister’, frühnhd. papp(e), pepp(e) (Ende 15. Jh., doch wohl älter). Elementares Lallwort der Kindersprache, das mit seinen Lippenlauten den Eßvorgang nachahmt. Vergleichbare Formen in anderen Sprachen dürften voneinander unabhängig entstanden sein; vgl. lat. pappa, mnd. mnl. pap(pe), engl. nl. pap ‘Kinderbrei’. – pappen Vb. ‘Brei essen, zu essen geben, kleistern, kleben’ (15. Jh.); vgl. lat. pappāre ‘essen’. Dazu das Intensivum päppeln Vb. ‘sorgsam füttern, ernähren, hätscheln’, mhd. pepelen ‘füttern, zärtlich umgehen, pflegen’; meist in Zusammensetzungen aufpäppeln, hochpäppeln, verpäppeln (19. Jh.). pappig Adj. ‘breiartig, klebrig’ (belegt seit Anfang 19. Jh., doch wohl älter).

Thesaurus

Synonymgruppe
haften · kleben  ●  pappen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›pappen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pappen‹.

Verwendungsbeispiele für ›pappen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst formten sie die Knochen nach, dann pappten sie Ton dran. [Bild, 11.09.2001]
Das Bisschen ziehen sie dann also auch noch aus, und man pappt ihnen die Dollars irgendwohin. [Bild, 02.01.2001]
Sie wollte ihn dennoch nicht mehr und pappte ihm 1965 den Mund zu. [Süddeutsche Zeitung, 13.11.2001]
Wir brauchen nur eine Scheibe auf die andere zu pappen, und schon wird eine Wurst daraus. [Die Zeit, 06.09.1996, Nr. 37]
Nur an zwei Stellen sind moderne Siedlungen an seine mittelalterlichen Rundungen gepappt. [Die Zeit, 09.02.1996, Nr. 7]
Zitationshilfe
„pappen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pappen>.

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