paritätisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungpa-ri-tä-tisch (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

(zahlenmäßig) gleich, gleichwertig, gleichgestellt
Beispiele:
zwei paritätische Kommissionen, Ausschüsse sind zu Beratungen zusammengekommen
ein paritätisch besetztes Aufsichtsorgan
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Parität · paritätisch
Parität f. ‘Gleichstellung, -setzung, (zahlenmäßige) Gleichheit’, Entlehnung (17. Jh.) aus spätlat. paritās (Genitiv paritātis) ‘Gleichheit’, einer Bildung zum Adjektiv lat. pār (Genitiv paris) ‘gleichkommend, gleich’. Anfangs meist bezogen auf das ausgewogene Verhältnis der Konfessionen und die Rechte ihrer Angehörigen, auch der Staaten, der Parteien untereinander; in neuerer Zeit auch das ‘Austauschverhältnis zwischen zwei Währungseinheiten bzw. einer Währung zum Gold’. paritätisch Adj. ‘gleichgestellt, gleichwertig, gleichberechtigt, zahlenmäßig gleich’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ebenbürtig · gleichgestellt · ↗gleichrangig · paritätisch · ↗vollwertig  ●  auf Augenhöhe  Jargon · ↗gleichberechtigt  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitsnachweis Aufteilung Beitragsfinanzierung Beitragszahlung Besetzung Bildungswerk Bundesakademie Familien-Bildungsstätte Familienbildungnsstätte Familienbildungsstätte Finanzierung Gemeinschaftsunternehmen Gesamtverband Joint Venture Joint-Venture Mitbestimmung Mitbestimmungsrecht Prüfungskommission Regierungskommission Rentenfinanzierung Selbstverwaltung Unternehmensmitbestimmung Unternehmensverbund Wohlfahrtsverband Wohlfahrtverband beschickt besetzt finanziert mitbestimmt zusammengesetzt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›paritätisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es werde somit keine paritätische Aufteilung der Sitze unter den teilnehmenden Nationen erfolgen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1950]
Sie ist ihnen nicht minder gram wie der paritätischen Schule.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 05.03.1908
Damit war die Mark B. schon vor dem Westfälischen Frieden (1648) zu einem paritätischen protestantischen Staat geworden.
Harder, G.: Brandenburg. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8043
Seit 1918 wird die Tafelrunde paritätisch von Männern und Frauen gebildet.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 1045
In ihnen wurde darauf Bedacht genommen, daß Rechte und Pflichten beider Seiten paritätisch ausgewogen waren.
Soden, Wolfram von: Der Nahe Osten im Altertum. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 20356
Zitationshilfe
„paritätisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/paritätisch>, abgerufen am 14.11.2019.

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