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paritätisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung pa-ri-tä-tisch
Wortzerlegung Parität -isch
eWDG

Bedeutung

(zahlenmäßig) gleich, gleichwertig, gleichgestellt
Beispiele:
zwei paritätische Kommissionen, Ausschüsse sind zu Beratungen zusammengekommen
ein paritätisch besetztes Aufsichtsorgan
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Parität · paritätisch
Parität f. ‘Gleichstellung, -setzung, (zahlenmäßige) Gleichheit’, Entlehnung (17. Jh.) aus spätlat. paritās (Genitiv paritātis) ‘Gleichheit’, einer Bildung zum Adjektiv lat. pār (Genitiv paris) ‘gleichkommend, gleich’. Anfangs meist bezogen auf das ausgewogene Verhältnis der Konfessionen und die Rechte ihrer Angehörigen, auch der Staaten, der Parteien untereinander; in neuerer Zeit auch das ‘Austauschverhältnis zwischen zwei Währungseinheiten bzw. einer Währung zum Gold’. – paritätisch Adj. ‘gleichgestellt, gleichwertig, gleichberechtigt, zahlenmäßig gleich’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) rechtlich gleichgestellt · dem gewachsen sein · ebenbürtig · gleichgestellt · gleichrangig · paritätisch · vollwertig  ●  auf Augenhöhe  Jargon, floskelhaft · gleichberechtigt  Hauptform · gleich an Rechten  geh.
Assoziationen
  • (ein) ernst zu nehmender Gegner (sein) · (ein) ernst zu nehmender Konkurrent (sein) · (jemandem / einer Sache) Paroli bieten können · (jemandem / einer Sache) etwas entgegensetzen können · (jemandem / einer Sache) etwas entgegenzusetzen haben · (jemandem / einer Sache) gewachsen sein · (sich) behaupten (gegen/über) · (sich) messen können (mit) · (sich) messen lassen können (mit) · bestehen (gegen) · es aufnehmen können (mit)  ●  (es herrscht) Waffengleichheit  mediensprachlich

Typische Verbindungen zu ›paritätisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›paritätisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›paritätisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie ist ihnen nicht minder gram wie der paritätischen Schule. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 05.03.1908]
Es werde somit keine paritätische Aufteilung der Sitze unter den teilnehmenden Nationen erfolgen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1950]]
Mit Hilfe ihres paritätischen Status können sie dabei erhebliche Wirkungen erzielen. [Die Zeit, 04.04.1986, Nr. 15]
Es gibt heute so wenig wie 1976 eine politische Mehrheit für eine wirklich paritätische Lösung. [Die Zeit, 09.03.1979, Nr. 11]
Damit war die Mark B. schon vor dem Westfälischen Frieden (1648) zu einem paritätischen protestantischen Staat geworden. [Harder, G.: Brandenburg. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8043]
Zitationshilfe
„paritätisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/parit%C3%A4tisch>.

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