partiell

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung par-ti-ell
Herkunft aus gleichbedeutend partielfrz < gleichbedeutend partiālisspätlat < parslat ‘Teil’
eWDG

Bedeutung

fachsprachlich nur einen Teil erfassend, teilweise
Beispiele:
eine partielle Sonnenenfinsternis, Mondfinsternis
partielle Übereinstimmung
jmd. ist partiell geisteskrank, gelähmt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

partial · Partialbruch · partiell
partial Adj. ‘nur einen Teil erfassend, einen Teil ausmachend, teilweise (vorhanden)’, entlehnt (um 1700) aus spätlat. partiālis ‘(an)teilig, teilweise vorhanden’, zu lat. pars (Genitiv partis) ‘Teil, Anteil, Seite’. Das anfangs auch im Sinne von ‘eigennützig, einseitig, parteiisch’ (vgl. mlat. partialis ‘einzeln, aufgeteilt, individuell’, mfrz. frz. partial ‘parteiisch’) vorkommende Wort wird in jüngerer Zeit kaum noch verwendet, es findet sich gelegentlich in fachsprachlichen Zusammensetzungen wie Partialbruch m. (in der Mathematik) durch Zerlegung eines Bruches mit zusammengesetztem Nenner entstandener Bruch (19. Jh.). Gebräuchlicher ist heute gleichbed. partiell Adj. (seit 18. Jh.), nach frz. partiel, einer jüngeren Entlehnung (neben mfrz. frz. partial, s. oben) aus spätlat. partiālis mit bedeutungsdifferenzierendem Suffixwechsel (-el statt -al).

Thesaurus

Synonymgruppe
im Einzelfall · in einem bestimmten Ausmaß · in einzelnen Fällen · ↗mitunter · partiell · ↗selektiv · ↗stellenweise · ↗teils · ↗teilweise · von Fall zu Fall · z. T. · zum Teil  ●  hie und da  ugs. · hier und da  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›partiell‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›partiell‹.

Verwendungsbeispiele für ›partiell‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die weidenden Tiere zeigten sich von der partiellen Phase völlig unbeeindruckt.
Bild, 04.08.1999
Über die kommen wir auch zu den anderen Fragen, zumindest partiell, zurück.
konkret, 1990
Mein Vater und ich hatten wohl beide partiell recht, partiell unrecht.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 272
Das Bundeskanzleramt spricht sich dafür aus, zumindest partiell die sofortige Überleitung anzustreben.
Küsters, Hans Jürgen: Entscheidung für die deutsche Einheit. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1998], S. 918
Die Tiere der zweiten Gruppe wurden in den ersten 10 Serien regelmäßig, in den folgenden drei jedoch partiell belohnt.
Foppa, Klaus: Lernen, Gedächtnis, Verhalten, Köln u. a.: Kiepenheuer & Witsch 1965, S. 260
Zitationshilfe
„partiell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/partiell>, abgerufen am 12.05.2021.

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