paschen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpa-schen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›paschen‹ als Erstglied: ↗Pascher  ·  mit ›paschen‹ als Letztglied: ↗wegpaschen
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich etw. (über die Grenze) schmuggeln
Beispiele:
sie paschen Tabak (über die Grenze)
Darauf antwortete ich ihm ... durch einen aus dem Gefängnis gepaschten Brief [BebelAus meinem Leben805]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

paschen Vb. ‘Waren heimlich über eine Grenze bringen, schmuggeln’ stammt aus dem Rotw. des Südwestd., zuerst passen (1755), baaschen (1820) ‘kaufen’, verpassen (1687), verbaschen (1820) ‘verkaufen’. Ausgangsbedeutung ist wohl ‘kaufen und verkaufen von unehrlich erworbenem Gut’, eigentlich (solche Ware) ‘verteilen’, so daß vielleicht von zigeuner. pāš ‘Teil’ auszugehen ist. Das Verb verzeichnet Adelung („auf eine heimliche, verbothene Art handeln …, auch schwärzen … smuggeln“); es wird von Goethe aufgenommen (wegpaschen, Faust), bleibt aber sonst im Bereich der Umgangssprache, während sich in der Literatursprache ↗schmuggeln (s. d.) durchsetzt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Schmuggel treiben · ↗schieben · ↗schmuggeln  ●  paschen  ugs. · ↗schwärzen  ugs.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Christian A. Engelken, Chef der Raspe @pasche AG, half Runde mit einem Schlips aus.
Bild, 29.09.2000
Zitationshilfe
„paschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/paschen>, abgerufen am 18.08.2019.

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