patschen

GrammatikVerb · patschte, hat/ist gepatscht
Aussprache
Worttrennungpat-schen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›patschen‹ als Erstglied: ↗Patschhand · ↗patschenass · ↗patschnass
 ·  mit ›patschen‹ als Letztglied: ↗abpatschen · ↗aufpatschen · ↗herumpatschen · ↗hineinpatschen · ↗rumpatschen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
umgangssprachlich mit der (flachen) Hand, den Füßen klatschend an, auf, in etw. schlagen
Beispiele:
sich [Dativ] auf die Schenkel, auf den Bauch patschen
er patschte mir mit seiner schweren Hand auf die Schulter
Kinder patschen mit ihren Händen, den Füßen ins Wasser
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. patschtetw. bringt ein klatschendes Geräusch hervor
Beispiele:
der Schlamm, Schneematsch patscht unter seinen Stiefeln
patschend fiel der Tropfen zu Boden
3.
mit Hilfsverb ›ist‹
durch, in etw. patschendurch, in etw., besonders Schlamm, Wasser, (stampfend) gehen, waten, dass es spritzt
Beispiele:
durch den Schneematsch, Straßendreck patschen
mit Gummistiefeln patschten die Jungen in die Pfützen
die Herde patschte durch den Bach
Es hatte getaut, und die hin und her quirlenden Menschen patschten im Dreck und Schlick [ApitzNackt118]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

patschen · Patsch · Patsche · Patschhand
patschen Vb. ‘ein klatschendes Geräusch machen’ (15. Jh.), eigentlich ‘den Laut patsch verursachen’; zur lautmalenden Interjektion patsch. Patsch m. ‘klatschender Schlag, Straßenschmutz’ (Ende 16. Jh.). Patsche f. ‘flacher Gegenstand zum Schlagen’ (16. Jh.), ‘klatschender Schlag, Straßenschmutz’ (Anfang 18. Jh.); übertragen in der Patsche sein, sitzen, stecken ‘in einer fatalen, unangenehmen Lage, in Not, Bedrängnis, Verlegenheit sein’ (Anfang 18. Jh.). Patschhand f. ‘die einschlagende Hand, Handschlag’ (Anfang 18. Jh.), vgl. früher bezeugtes Patschhändlein (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
klatschen · patschen · ↗peitschen · ↗platschen · ↗prasseln (Regen) · ↗trommeln  ●  ↗pladdern  norddeutsch
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ball Finger Fuß Hand Pfütze Rücken Schenkel Schlamm Schulter Wasser begeistert herum zusammen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›patschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unbeholfen patsche ich die Wegschleifen hoch und sehne mich nach meinen Stiefeln.
Die Zeit, 15.11.2010, Nr. 46
Während sie spricht, patscht ihre Hand nach etwas, das kaum zu sehen ist.
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2002
Er patschte mit den Händen um sich her und torkelte gleich wieder in den Spalt, denn offensichtlich war er blind.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 321
Es troff von den Zelten, man patschte in die Pfützen.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 30
Mit bloßen Füßen patschte er über die lose aufgelegten Bohlen zu dem Waschständer in der Ecke.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Zitationshilfe
„patschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/patschen>, abgerufen am 10.12.2018.

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