perfid

Grammatik Adjektiv
Worttrennung per-fid
formal verwandt mit Perfidie
Wortbildung  formal verwandt mit: ↗Perfidie
Herkunft aus gleichbedeutend perfidefrz
eWDG

Bedeutung

abwertend hinterhältig, heimtückisch
Beispiele:
ein perfider Verräter
eine perfide Frage
in perfidem Ton
diese Lügen sind perfid
er wurde perfid verleumdet
Perfider hätte der Tatort [des Mordes] nicht ausgewählt werden können [ DürrenmattVersprechen65]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

perfide · perfid · Perfidie
perfide perfid Adj. ‘treulos, hinterhältig, (heim)tückisch, niederträchtig, falsch’, Übernahme (Ende 18. Jh.) von gleichbed. frz. perfide, das aus lat. perfidus ‘wortbrüchig, treulos, unredlich, falsch, unzuverlässig’ entlehnt ist, einer Bildung zu lat. fidēs ‘Treue, Glaubwürdigkeit, Vertrauen’, wohl hervorgegangen aus Wendungen wie per fidem fallere bzw. dēcipī ‘unter dem Anschein der Treue, Glaubwürdigkeit täuschen, getäuscht werden’, also eigentlich ‘scheintreu (handelnd)’; vgl. lat. fīdere ‘vertrauen, glauben, sich verlassen’. Perfidie f. ‘Treulosigkeit, Hinterlist, Heimtücke, Niedertracht’ (19. Jh.), frz. perfidie. Das zugrundeliegende lat. perfidia ‘Treulosigkeit, Unredlichkeit, Wortbrüchigkeit’ begegnet in lat. Form vereinzelt bereits im 17. Jh. in dt. Texten.

Thesaurus

Synonymgruppe
heimtückisch · ↗hinterhältig · ↗hinterlistig · hintertrieben · ↗intrigant · ↗niederträchtig · perfid · ↗perfide · ↗trickreich · ↗verräterisch · ↗verschlagen  ●  ↗hinterfotzig  derb · ↗link  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
arglistig · ↗boshaft · ↗bösartig · ↗böse · ↗fies · ↗garstig · ↗gehässig · ↗gemein · ↗hinterfotzig · ↗hundsgemein · ↗niederträchtig · perfid · ↗perfide · ↗ruchlos · ↗schuftig · ↗schurkisch · ↗schäbig · ↗schädlich · ↗tückisch · ↗verabscheuenswert · ↗verabscheuungswürdig · ↗verwerflich  ●  hundig  österr. · ↗verrucht  veraltend · ↗infam  geh. · ↗mies  ugs. · ↗schofel  ugs. · ↗übel  ugs. · über Leichen gehend  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›perfid‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›perfid‹.

Verwendungsbeispiele für ›perfid‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es berechtigt sie aber in keiner Weise dazu, in derart perfider Weise die Mütter generell zu verunglimpfen.
Süddeutsche Zeitung, 03.06.1995
Trotz allem sind ihre gegenwärtigen perfiden Pläne zum Scheitern verurteilt.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1970]
Das lief viel subtiler ab und damit auch viel perfider.
Der Spiegel, 18.06.1990
Schon der Name ist nicht allein irreführend, sondern geradezu eine perfide Verdrehung.
Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 27
So etwas war zudem nicht Theorie bei ihm, sondern erfolgreiche Praxis, und manche Gemeinde wußte von seinem perfiden Vorgehen zu erzählen.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3958
Zitationshilfe
„perfid“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/perfid>, abgerufen am 19.01.2021.

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