periodisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungpe-ri-odisch · pe-rio-disch (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›periodisch‹ als Erstglied: ↗periodisieren
eWDG, 1974

Bedeutung

regelmäßig wiederkehrend
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 a–g)
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 a)
Beispiele:
eine periodische Sitzung, Abrechnung
periodisch erscheinende Berichte
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 b)
Beispiele:
eine periodisch auftretende Erkrankung
die Beschwerden kehrten periodisch wieder
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 c)
Beispiele:
die periodische Wiederkehr der Jahreszeiten
Länder mit periodischer Trockenheit
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 d)
Beispiele:
ein periodischer Komet
Die kosmische Rakete wird, wie TASS mitteilt, auf die periodische Bahn eines künstlichen Planeten ... gelangen [Tageszeitung1959]
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 e)
Beispiel:
ein periodischer Dezimalbruch
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 f)
Beispiel:
periodische Schwingungen
entsprechend der Bedeutung von Periode (Lesart 2 g)
Beispiel:
das periodische System (= Periodensystem) der chemischen Elemente
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Periode · periodisch · periodisieren · Periodisierung
Periode f. ‘gegliederter Satz, Zeitabschnitt, Zeitraum, regelmäßig wiederkehrender Ablauf’. Zugrunde liegt griech. períodos (περίοδος) f. ‘das Umhergehen, der Gang um etw. herum, Kreislauf (der Zeit, der Gestirne), regelmäßige Wiederkehr in der Zeit, Zeitabschnitt, abgerundeter Redesatz, Abteilung im Vers’, lat. periodus f. ‘gegliederter Satz’, mlat. periodus m. ‘Kreislauf, gegliederter Satz, Satzschlußzeichen’; vgl. griech. hodós (ὁδός) ‘Weg, Gang’ und griech. perí, péri (περί, πέρι) Adv. Präp. ‘ringsum, um … herum, überaus, neben, bei’. Daraus entlehnt ist Periodus (2. Hälfte 15. Jh., in lat. Form und Flexion bis ins 18. Jh.) bzw. Periode (seit 17. Jh.), teils mit femininem, teils mit maskulinem (noch im 18. Jh.) Genus, jeweils nach griech.-lat. oder mlat. Vorbild. Zuerst begegnet der Ausdruck bei den Grammatikern im Sinne von ‘Satzende, Satzschlußzeichen’ (15. Jh.), ‘gegliederter Satz’ (16. Jh.); danach allgemein ‘Kreislauf der Zeit, Zeitabschnitt usw.’ (s. oben). periodisch Adj. ‘in gleichen Abständen, regelmäßig wiederkehrend, sich wiederholend’ (18. Jh.), lat. periodicus ‘zeitweilig’, griech. periodikós (περιοδικός) ‘zum Herumwandern gehörig, bestimmte Umwege nehmend, zu bestimmter Zeit wiederkehrend’. periodisieren Vb. ‘in Zeitabschnitte (Perioden) einteilen’, dazu Periodisierung f. (beide 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
periodisch · ↗regelmäßig · ↗turnusmäßig · wiederholend · wiederkehrend · ↗zyklisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
konjunkturell · periodisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abstand Anfall Begutachtung Bibliographie Dezimalbruch Druckerzeugnis Druckschrift Druckwerk Hungersnot Häutung Komet Konsultation Schwankung Schwingung Sicherheitsbericht Sicherheitsüberprüfung Wiederkehr Zeitabstand Zusammenkunft aufflammend auftauchend auftretend erscheinend gegliedert nichtperiodisch schwankend wiederkehren wiederkehrend Überprüfung Überschwemmung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›periodisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Programm überprüft verknüpfte Objekte periodisch auf Änderungen, die dann übernommen werden.
C't, 1998, Nr. 7
Diese Front verläuft gegenwärtig an der Position 104 des Periodischen Systems der chemischen Elemente.
Die Zeit, 17.02.1969, Nr. 07
Das Gesetz bestimmt viertens, daß ganze Werke, periodische Schriften, wenn sie nutzbare Dinge enthalten, wegen einzelner anstößiger Stellen nicht verboten werden sollen.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 22077
Das periodische Gesetz, durch das der Prozeß geregelt wird, ist wieder der dialektische Dreischritt.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1791
Es hilft eifrig die periodisch erscheinende Sächsische Evangelische Korrespondenz (S. E. K.).
Jahrbuch des Vereins für Wissenschaftliche Pädagogik, 1911, Bd. 43
Zitationshilfe
„periodisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/periodisch>, abgerufen am 19.01.2019.

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