pfeffern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpfef-fern
GrundformPfeffer
Wortbildung mit ›pfeffern‹ als Letztglied: ↗einpfeffern · ↗nachpfeffern · ↗verpfeffern
 ·  mit ›pfeffern‹ als Grundform: ↗gepfeffert
eWDG, 1974

Bedeutung

eine Speise mit Pfeffer würzen
Beispiele:
das Fleisch, die Forelle salzen und pfeffern
die Beefsteaks sind zu sehr gepfeffert
der Schnaps brannte wie gepfeffert
übertragen
Beispiel:
er sprach auch über die ernsten Themata mit Witz und Humor, pfefferte sie mit plattdeutschen Zitaten [J. WincklerBomberg51]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfeffer · pfeffern · Pfefferkuchen
Pfeffer m. Gewürzpflanze sowie das aus den Früchten gewonnene scharfe Gewürz, ahd. pheffur, pheffar (8. Jh.), mhd. pheffer, mnd. mnl. pēper, nl. peper, aengl. pipor, piper, engl. pepper ist entlehnt (vor der hd. Lautverschiebung und der Abwanderung der Angeln und Sachsen) aus gleichbed. lat. piper n., griech. péperi (πέπερι) n., vereinzelt píperi (πίπερι); zugrunde liegt letztlich aind. pippalī́ ‘Pfeffer(korn)’. Unter Bezug auf die Herkunft des Gewürzes entsteht die Redensart jmdn. dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst, d. h. nach Indien, also ‘sehr weit weg, ans Ende der Welt’ (Anfang 16. Jh.). pfeffern Vb. ‘mit Pfeffer würzen’, mhd. pheffern; vgl. gepfeffert Part.adj. ‘übermäßig hoch’, z. B. vom Preis (17. Jh.), dann auch ‘streng, schwierig, derb’. Pfefferkuchen m. stark gewürztes, süßes, oft mit Honig versetztes Gebäck, ‘Lebkuchen’, frühnhd. pfefferkuoche (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
mit Pfeffer würzen · pfeffern  ●  etwas Pep in etwas reinbringen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auswechslung Ball Ecke Ei Fuß Gegend Handschuh Kugel Ohr Papierkorb Pfosten Schläger Wand Witz Zwiebel ablöschen anbraten anschwitzen beigeben bestreichen bestreuen beträufeln braten hin mischen rühren salzen schneiden verrühren wütend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pfeffern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und als ihr das nicht gelingt, pfeffert sie ihn in die Ecke.
Süddeutsche Zeitung, 21.09.2000
In einer Pfanne in etwas Butter anbraten, dabei salzen und pfeffern.
Die Zeit, 07.08.2000, Nr. 32
Rohe Kartoffeln werden mit der Schale gut gewaschen und gebürstet und eingeölt, gesalzen und gepfeffert und auf einem Blech eine Stunde im Rohr gebacken.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 114
Sie tun die Tiere in die Parkanlage, pfeffern sie in die Kiesgrube.
Goldt, Max: Die rot-blaue Luftmatratze. In: ders., Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker, Zürich: Haffmans 1994, S. 50
Denn die waren immer und immer in einem Zustande, dem Ingenieur einen Hammer an den Schädel zu pfeffern.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 148
Zitationshilfe
„pfeffern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pfeffern#1>, abgerufen am 16.06.2019.

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pfeffern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpfef-fern
Wortbildung mit ›pfeffern‹ als Letztglied: ↗hinauspfeffern · ↗hineinpfeffern · ↗hinpfeffern · ↗hinunterpfeffern
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich etw. scharf, kräftig werfen, schleudern
Beispiele:
die alte Dose hatte er mit einem Fußtritt über den Hof gepfeffert
er bekam einen Ball gegen die Stirn gepfeffert
salopp, derb jmdm. eine pfeffern (= jmdm. einen kräftigen Schlag versetzen)
Besser ... wäre es noch, ihnen eine Handgranate vor die Füße zu pfeffern [E. ClaudiusGrüne Oliven253]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pfeffer · pfeffern · Pfefferkuchen
Pfeffer m. Gewürzpflanze sowie das aus den Früchten gewonnene scharfe Gewürz, ahd. pheffur, pheffar (8. Jh.), mhd. pheffer, mnd. mnl. pēper, nl. peper, aengl. pipor, piper, engl. pepper ist entlehnt (vor der hd. Lautverschiebung und der Abwanderung der Angeln und Sachsen) aus gleichbed. lat. piper n., griech. péperi (πέπερι) n., vereinzelt píperi (πίπερι); zugrunde liegt letztlich aind. pippalī́ ‘Pfeffer(korn)’. Unter Bezug auf die Herkunft des Gewürzes entsteht die Redensart jmdn. dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst, d. h. nach Indien, also ‘sehr weit weg, ans Ende der Welt’ (Anfang 16. Jh.). pfeffern Vb. ‘mit Pfeffer würzen’, mhd. pheffern; vgl. gepfeffert Part.adj. ‘übermäßig hoch’, z. B. vom Preis (17. Jh.), dann auch ‘streng, schwierig, derb’. Pfefferkuchen m. stark gewürztes, süßes, oft mit Honig versetztes Gebäck, ‘Lebkuchen’, frühnhd. pfefferkuoche (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
mit Pfeffer würzen · pfeffern  ●  etwas Pep in etwas reinbringen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auswechslung Ball Ecke Ei Fuß Gegend Handschuh Kugel Ohr Papierkorb Pfosten Schläger Wand Witz Zwiebel ablöschen anbraten anschwitzen beigeben bestreichen bestreuen beträufeln braten hin mischen rühren salzen schneiden verrühren wütend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pfeffern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und als ihr das nicht gelingt, pfeffert sie ihn in die Ecke.
Süddeutsche Zeitung, 21.09.2000
In einer Pfanne in etwas Butter anbraten, dabei salzen und pfeffern.
Die Zeit, 07.08.2000, Nr. 32
Rohe Kartoffeln werden mit der Schale gut gewaschen und gebürstet und eingeölt, gesalzen und gepfeffert und auf einem Blech eine Stunde im Rohr gebacken.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 114
Sie tun die Tiere in die Parkanlage, pfeffern sie in die Kiesgrube.
Goldt, Max: Die rot-blaue Luftmatratze. In: ders., Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker, Zürich: Haffmans 1994, S. 50
Denn die waren immer und immer in einem Zustande, dem Ingenieur einen Hammer an den Schädel zu pfeffern.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 148
Zitationshilfe
„pfeffern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pfeffern#2>, abgerufen am 16.06.2019.

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