pflaumen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpflau-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›pflaumen‹ als Letztglied: ↗anpflaumen
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp anzügliche, leicht boshafte Bemerkungen machen
Beispiel:
er pflaumte ständig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pflaume · (an)pflaumen
Pflaume f. Der Name der dunkelblauen (auch gelben) Steinfrucht ahd. phrūma (11. Jh.; doch vgl. früher bezeugtes phrūmboum, 9. Jh.), mnd. mnl. prūme, nl. pruim und (mit Wechsel von r zu l bei Entlehnung aus dem Lat.; s. auch ↗Schilf) ahd. phlūma (11. Jh.), mhd. phlūme, mnd. aengl. plūme, engl. plum ist entlehnt aus vlat. *prūma, dem als Sing. aufgefaßten kollektiven Plur. von vlat. *prumum n., einer im nordwestlichen Balkan, einem Zentrum der Pflaumenkultur, entstandenen Nebenform zu lat. prūnum ‘Pflaume’, beide aus griech. prū́mnon (προῦμνον). Vlat. *prūma gelangt mit der griechisch-römischen Obstkultur über die Goten und andere Germanenstämme längs der Donau zu den Burgundern, über got. und burgund. Vermittlung (neben lat. prūna, als fem. Sing. aufgefaßter neutr. Plur.) ins Galloroman. und von dort ins Westgerm. Vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 416 ff. und FEW 9, 496 f. (an)pflaumen Vb. ‘necken, verspotten, beschimpfen’ (Anfang 20. Jh.), wohl ausgehend von der Vorstellung jmdn. ‘mit faulen, matschigen Pflaumen bewerfen’ (wie ähnlich ↗veräppeln, s. d.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

anpflaumen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pflaumen‹.

Zitationshilfe
„pflaumen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pflaumen>, abgerufen am 11.12.2018.

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