Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

pharmazeutisch

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [faʁmaˈʦɔɪ̯tɪʃ]
Worttrennung phar-ma-zeu-tisch
Wortzerlegung Pharmazeut -isch
Wortbildung  mit ›pharmazeutisch‹ als Erstglied: Pharmazeutik · pharmazeutisch-technisch
Herkunft zu pharmaceuticusspätlat ‘zu den Arzneimitteln gehörig’ < pharmakeutikósgriech (φαρμακευτικός) ‘zum Pharmazeuten gehörig, ihn betreffend’
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

die Pharmazie betreffend, auf ihr beruhend
Kollokationen:
als Adjektivattribut: die pharmazeutische Forschung, Industrie, Wissenschaft; der pharmazeutische Wirkstoff; das pharmazeutische Erzeugnis
Beispiele:
Die stinkende Rinde des Faulbaums enthält pharmazeutisch wirksame Stoffe und wird in Form von Tee oder Tabletten zur Behandlung von Verstopfung angewendet. [Faulbaum: Wertvolle Futterpflanze, 20.01.2020, aufgerufen am 01.09.2020]
Medikamentenrückstände können in die Umwelt gelangen und dort Schaden anrichten. […] Einige pharmazeutische Wirkstoffe werden in den Kläranlagen nur teilweise entfernt und finden so ihren Weg in Oberflächengewässer oder ins Trinkwasser. [Hamburger Abendblatt, 11.03.2021]
In Paris kamen […] im Mai 2016 internationale Hormonexperten zusammen und verabschiedeten ein Manifest mit dem Appell an Gesundheitsbehörden und pharmazeutische Industrie, die Forschungen zu männlichen Verhütungsmethoden wieder zu intensivieren. [Pressemitteilungen, 08.09.2020, aufgerufen am 18.09.2020]
Im Wintersemester 1919/20 begann er das Medizinstudium, wechselte dann aber in den pharmazeutischen Beruf und studierte Pharmazie an den Hochschulen Würzburg und Jena. [»Wir haben den Messias gefunden!« (Joh. 1,41), 10.12.2013, aufgerufen am 31.08.2020]
Immer raffiniertere Fälschungen von Arzneimitteln stellen die Gesundheitspolitik in vielen Ländern der Welt vor eine gewaltige Herausforderung. Solche pharmazeutische Erzeugnisse können wirkungslos bis lebensgefährlich sein, weil sie entweder keine, nicht richtig dosierte, falsche oder sogar giftige Wirkstoffe enthalten. [Neue Zürcher Zeitung, 29.12.2006]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pharmazie · Pharmazeut · pharmazeutisch
Pharmazie f. ‘Lehre von der Zubereitung der Arzneimittel, Arzneimittelkunde’. In die lat. Wissenschaftssprache (15. Jh.) eingegangenes mlat. pharmacia, griech. pharmaké͞ia (φαρμακεία) ‘Gebrauch von Heilmitteln, Giften, Zaubermitteln’, zu griech. phármakon (φάρμακον) ‘Heilmittel, Arznei, Gift, Zaubermittel’, begegnet in der eingedeutschten Form Pharmazie seit dem 18. Jh. in den einschlägigen Texten. Pharmazeut m. ‘Fachmann auf dem Gebiet der Pharmazie, Apotheker’ (um 1800, anfangs auch Pharmazeutiker), aus griech. pharmakeutḗs (φαρμακευτής) ‘Hersteller von Arzneimitteln, Zaubermitteln, Giftmischer’, zu griech. pharmakēū́ein (φαρμακεύειν) ‘Heilmittel anwenden, Arznei verabreichen’. pharmazeutisch Adj. ‘die Zubereitung von Arzneimitteln betreffend’ (um 1800), spätlat. pharmaceuticus ‘zu den Arzneimitteln gehörig’, griech. pharmakeutikós (φαρμακευτικός) ‘zum Pharmazeuten gehörig, ihn betreffend’, zu griech. pharmakeutḗs (s. oben).

Typische Verbindungen zu ›pharmazeutisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pharmazeutisch‹.

Zitationshilfe
„pharmazeutisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pharmazeutisch>.

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