Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

picken

Grammatik Verb · pickt, pickte, hat gepickt
Aussprache 
Worttrennung pi-cken
Wortbildung  mit ›picken‹ als Erstglied: Pickaxt · Pickhacke  ·  mit ›picken‹ als Letztglied: Gepicke · Rosinenpicken · abpicken · anpicken · aufpicken · bepicken · herauspicken · rauspicken
 ·  mit ›picken‹ als Binnenglied: Rosinenpicker · Rosinenpickerei

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. mit dem Schnabel auf etw. einhacken (und Futter aufnehmen)
    1. [bildlich] ...
  2. 2. schlagen, hacken
  3. 3. [veraltet] ticken
    1. [übertragen] ...
eWDG

Bedeutungen

1.
mit dem Schnabel auf etw. einhacken (und Futter aufnehmen)
Beispiele:
der Specht pickt am Baum
die Spatzen picken in den Beeten
die Vögel picken Körner
die Stare picken Kirschen
die Hühner laufen pickend und gackernd hin und her
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlicher hat alle Rosinen aus dem Kuchen gepickt (= er hat das Beste für sich genommen)
2.
schlagen, hacken
Beispiel:
Nur der Hammer pickte in weiter Ferne auf seinen Amboß [ KlugeKortüm66]
3.
veraltet ticken
Beispiel:
die Uhr picken hören
übertragen
Beispiel:
Der Totenwurm pickt in Scones Saal [ v. Strachwitzin: Balladenbuch286]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

picken Vb. ‘mit der Schnabelspitze hacken’. Die Verbgruppe ahd. anabicken ‘auf jmdn. einhauen, ihn angreifen’ (9. Jh.), mhd. bicken, becken ‘stechen, picken’, frühnhd. becken, picken, mnd. bicken ‘mit der Schnabelspitze beklopfen’, mnl. picken, pecken, peken ‘hauen’, bicken ‘hauen, stechen, anfallen, picken (von Vögeln)’, engl. to pick ‘hacken, hauen, auslesen’, anord. (aus dem Mnd. Mnl.) pikka ‘picken, hacken’, schwed. picka ist als lautnachahmende Bildung zu einer Interjektion bick, pick ‘Geräusch, das entsteht, wenn ein spitzer Schnabel etw. (Nahrung) von einer harten Unterlage aufnimmt’ abgeleitet. Ähnliche Bildungen liegen im Roman. vor, vgl. frz. piquer ‘stechen, anspornen, reizen, schlagen’ (s. pikiert), die auf das Germ. eingewirkt haben können. Vgl. auch lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’ (s. Specht) und gall.-lat. beccus ‘Schnabel’ (vgl. afrz. frz. bec, ital. becco ‘Schnabel’).

Typische Verbindungen zu ›picken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›picken‹.

Verwendungsbeispiele für ›picken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie picken anfangs wahllos auf alle hellen Objekte entsprechender Größe. [Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 338]
Zwischen ihnen spielen Kinder, Hühner picken die Reste vom schmutzigen Geschirr. [Die Zeit, 12.03.2007, Nr. 11]
Immer wieder werden sie gegeneinander geschubst, doch sie picken lieber im Sand als aufeinander loszugehen. [Süddeutsche Zeitung, 26.03.2002]
Tagsüber picken sie Körner, abends fliegen sie auf die Bäume. [Bild, 09.12.1997]
Mittlerweile stehen mindestens 20 Hühner an meinem Auto und picken auf die Reifen ein. [Der Tagesspiegel, 27.05.2004]
Zitationshilfe
„picken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/picken#1>.

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picken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung pi-cken
Wortbildung  mit ›picken‹ als Erstglied: Pickerl · pickig
eWDG

Bedeutung

österreichisch etw. picktetw. klebt
Beispiel:
etw. pickt an den Händen

Typische Verbindungen zu ›picken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›picken‹.

Verwendungsbeispiele für ›picken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie picken anfangs wahllos auf alle hellen Objekte entsprechender Größe. [Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 338]
Zwischen ihnen spielen Kinder, Hühner picken die Reste vom schmutzigen Geschirr. [Die Zeit, 12.03.2007, Nr. 11]
Immer wieder werden sie gegeneinander geschubst, doch sie picken lieber im Sand als aufeinander loszugehen. [Süddeutsche Zeitung, 26.03.2002]
Tagsüber picken sie Körner, abends fliegen sie auf die Bäume. [Bild, 09.12.1997]
Mittlerweile stehen mindestens 20 Hühner an meinem Auto und picken auf die Reifen ein. [Der Tagesspiegel, 27.05.2004]
Zitationshilfe
„picken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/picken#2>.

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