picken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpi-cken
Wortbildung mit ›picken‹ als Erstglied: ↗Pickaxt · ↗Pickhacke  ·  mit ›picken‹ als Letztglied: ↗Rosinenpicken · ↗abpicken · ↗anpicken · ↗aufpicken · ↗bepicken · ↗herauspicken
 ·  mit ›picken‹ als Binnenglied: ↗Rosinenpicker · ↗Rosinenpickerei  ·  mit ›picken‹ als Grundform: ↗Gepicke
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
mit dem Schnabel auf etw. einhacken (und Futter aufnehmen)
Beispiele:
der Specht pickt am Baum
die Spatzen picken in den Beeten
die Vögel picken Körner
die Stare picken Kirschen
die Hühner laufen pickend und gackernd hin und her
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlicher hat alle Rosinen aus dem Kuchen gepickt (= er hat das Beste für sich genommen)
2.
schlagen, hacken
Beispiel:
Nur der Hammer pickte in weiter Ferne auf seinen Amboß [KlugeKortüm66]
3.
veraltet ticken
Beispiel:
die Uhr picken hören
übertragen
Beispiel:
Der Totenwurm pickt in Scones Saal [v. StrachwitzinBalladenbuch286]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

picken Vb. ‘mit der Schnabelspitze hacken’. Die Verbgruppe ahd. anabicken ‘auf jmdn. einhauen, ihn angreifen’ (9. Jh.), mhd. bicken, becken ‘stechen, picken’, frühnhd. becken, picken, mnd. bicken ‘mit der Schnabelspitze beklopfen’, mnl. picken, pecken, peken ‘hauen’, bicken ‘hauen, stechen, anfallen, picken (von Vögeln)’, engl. to pick ‘hacken, hauen, auslesen’, anord. (aus dem Mnd. Mnl.) pikka ‘picken, hacken’, schwed. picka ist als lautnachahmende Bildung zu einer Interjektion bick, pick ‘Geräusch, das entsteht, wenn ein spitzer Schnabel etw. (Nahrung) von einer harten Unterlage aufnimmt’ abgeleitet. Ähnliche Bildungen liegen im Roman. vor, vgl. frz. piquer ‘stechen, anspornen, reizen, schlagen’ (s. ↗pikiert), die auf das Germ. eingewirkt haben können. Vgl. auch lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’ (s. ↗Specht) und gall.-lat. beccus ‘Schnabel’ (vgl. afrz. frz. bec, ital. becco ‘Schnabel’).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amsel Beere Essensrest Futter Henne Huhn Korn Krähe Krümel Kuchen Körner Küken Rosine Schlick Schnabel Spatz Taube Vogel Wurm anpicken aufpicken auspicken gackern herauspicken herum herumpicken picken raus scharren wegpicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›picken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwischen ihnen spielen Kinder, Hühner picken die Reste vom schmutzigen Geschirr.
Die Zeit, 12.03.2007, Nr. 11
Immer wieder werden sie gegeneinander geschubst, doch sie picken lieber im Sand als aufeinander loszugehen.
Süddeutsche Zeitung, 26.03.2002
Sie picken anfangs wahllos auf alle hellen Objekte entsprechender Größe.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 338
Mittags kam er an den Tisch und pickte an meinem Teller herum.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 15
Sie laufen, picken nach auffallenden Objekten und treffen dieselben mit Sicherheit.
Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1905], S. 9630
Zitationshilfe
„picken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/picken#1>, abgerufen am 14.11.2019.

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picken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpi-cken
Wortbildung mit ›picken‹ als Erstglied: ↗Pickerl
eWDG, 1974

Bedeutung

österreichisch etw. picktetw. klebt
Beispiel:
etw. pickt an den Händen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

picken Vb. ‘mit der Schnabelspitze hacken’. Die Verbgruppe ahd. anabicken ‘auf jmdn. einhauen, ihn angreifen’ (9. Jh.), mhd. bicken, becken ‘stechen, picken’, frühnhd. becken, picken, mnd. bicken ‘mit der Schnabelspitze beklopfen’, mnl. picken, pecken, peken ‘hauen’, bicken ‘hauen, stechen, anfallen, picken (von Vögeln)’, engl. to pick ‘hacken, hauen, auslesen’, anord. (aus dem Mnd. Mnl.) pikka ‘picken, hacken’, schwed. picka ist als lautnachahmende Bildung zu einer Interjektion bick, pick ‘Geräusch, das entsteht, wenn ein spitzer Schnabel etw. (Nahrung) von einer harten Unterlage aufnimmt’ abgeleitet. Ähnliche Bildungen liegen im Roman. vor, vgl. frz. piquer ‘stechen, anspornen, reizen, schlagen’ (s. ↗pikiert), die auf das Germ. eingewirkt haben können. Vgl. auch lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’ (s. ↗Specht) und gall.-lat. beccus ‘Schnabel’ (vgl. afrz. frz. bec, ital. becco ‘Schnabel’).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amsel Beere Essensrest Futter Henne Huhn Korn Krähe Krümel Kuchen Körner Küken Rosine Schlick Schnabel Spatz Taube Vogel Wurm anpicken aufpicken auspicken gackern herauspicken herum herumpicken picken raus scharren wegpicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›picken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwischen ihnen spielen Kinder, Hühner picken die Reste vom schmutzigen Geschirr.
Die Zeit, 12.03.2007, Nr. 11
Immer wieder werden sie gegeneinander geschubst, doch sie picken lieber im Sand als aufeinander loszugehen.
Süddeutsche Zeitung, 26.03.2002
Sie picken anfangs wahllos auf alle hellen Objekte entsprechender Größe.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 338
Mittags kam er an den Tisch und pickte an meinem Teller herum.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 15
Sie laufen, picken nach auffallenden Objekten und treffen dieselben mit Sicherheit.
Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1905], S. 9630
Zitationshilfe
„picken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/picken#2>, abgerufen am 14.11.2019.

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