plänkeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungplän-keln (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

sich ein wenig, neckend streiten
Beispiele:
Wie sie gestern geplänkelt hatten, da hatte Holt gesehen, wie trügerisch der Frieden zwischen ihnen beiden war [NollHolt2,451]
fing sie sogar an, in bedeutungsloser Weise mit Karls jüngerem Bruder zu plänkeln [DodererStrudlhofstiege424]
veraltet dem Gegner ein kleines, leichtes Gefecht liefern
Beispiel:
nicht mehr wichen sie den plänkelnden Vortruppen des Josef aus [Feuchtw.Jüd. Krieg170]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plänkeln · Plänkler · Geplänkel
plänkeln Vb. ‘wiederholt und vergeblich bzw. auf Kleinigkeiten schießen’ (18. Jh.), auch (von kleineren umherschwärmenden Truppeneinheiten) ‘ein leichtes Vorgefecht mit dem Gegner führen’ (geläufig seit den napoleonischen Kriegen). Vielleicht zurückgehend auf mhd. blenkeln ‘hin und her bewegen, durch Schlagen erklingen lassen’ (nhd. mundartlich blänkeln), das iterativ zu mhd. blenken ‘(sich, etw.) unstet bewegen, glänzend machen’ (durch Wischen?), einer Ableitung von dem unter ↗blank (s. d.) behandelten Adjektiv, gebildet sein könnte. Oder liegt in plänkeln eine davon unabhängige schall- und bewegungsnachahmende Neubildung vor? Vgl. bair.-öst. Plenkel, Plengel ‘Glockenschwengel, Dreschflegel, Stock’, plenkeln, plengeln ‘bewegen wie den Plenkel, mit ihm schlagen’. Plänkler m. ‘an einem Vorgefecht Beteiligter’; Geplänkel n. ‘leichter Schußwechsel, Vorgefecht’, auch ‘leichtes, heiteres Wortgefecht, Neckerei’ (beide 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im AA heißt es dazu, man habe jetzt zwar überhaupt kein Interesse, an dieser Front zu plänkeln.
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002
Mit dem kann eine Harvey plänkeln, aber den heiratet sie doch nicht!
Der Tagesspiegel, 16.04.1999
Ansonst plänkelt es, man streitet nur auf kleiner Flamme um die Nachfolge des Kaufmännischen Direktors der Festspiele, Hans Landesmann.
Die Welt, 22.07.2000
Herr CSU und Frau SPD plänkelten hin und her, mit den üblichen Schuldzuweisungen.
Süddeutsche Zeitung, 24.02.1999
Sie müssen noch mit unseren vorgeschobenen Abteilungen plänkeln, während sie sich orientieren.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 03.03.1917
Zitationshilfe
„plänkeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/plänkeln>, abgerufen am 18.10.2019.

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