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planen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung pla-nen
Grundform Plan1
Wortbildung  mit ›planen‹ als Erstglied: ↗Planer · ↗Planung · ↗planbar
 ·  mit ›planen‹ als Letztglied: ↗durchplanen · ↗einplanen · ↗mitplanen · ↗verplanen · ↗vorausplanen · ↗vorbeiplanen · ↗vorplanen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
a)
DDR Pläne zur Steuerung gesellschaftlicher Prozesse im Sozialismus, für die Entwicklung der sozialistischen Volkswirtschaft und ihrer Teilsysteme in einem bestimmten Zeitraum ausarbeiten
Beispiele:
die Entwicklung der strukturbestimmenden Zweige der Volkswirtschaft planen
perspektivisch planen
b)
Pläne, einen Plan für eine bestimmte zu leistende Arbeit aufstellen
Beispiele:
den Anbau von Gemüse, den Verlauf eines Sportfestes planen
die folgenden Arbeiten genau planen
(etw.) sinnvoll planen
etw. von langer Hand (her), vom grünen Tisch aus planen
umgangssprachlichetw. auf lange Sicht planen
Architekten planen die Stadt, den Neubau
etw. ist gut geplant
es verlief alles wie geplant
2.
etw. beabsichtigen, vorhaben
Beispiele:
sie planen für den Sommer eine Reise ins Gebirge
die Stadtverwaltung plant, an dieser Stelle eine neue Grünanlage zu schaffen
für den Herbst ist ein Sportfest geplant
die geplante Veranstaltung fiel aus
aus dem Geplanten wurde nichts
umgangssprachlichhast du für heute abend schon etw. geplant? (= dir schon etw. vorgenommen?)
ihm kam eine Ahnung, daß hier ein Verbrechen geplant war [ BredelVitalienbrüder43]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Plan1 · planen1 · planvoll · planlos
Plan1 m. ‘Grundriß’ eines Gebäudes, einer Stadt (Anfang 18. Jh.), übertragen ‘Grundgedanke, Entwurf, Vorhaben, Absicht’ (2. Hälfte 18. Jh.), Entlehnung von mfrz. frz. plan ‘Grundfläche eines Bauwerks, Grundriß’, frz. ‘Entwurf’ (für architektonische Objekte, literarische Werke u. dgl.), einer Rückbildung aus dem Verb frz. planter ‘auf-, errichten, hinstellen’, mfrz. ‘etw. so in die Erde stecken, daß ein Teil herausragt’, eigentlich (afrz. frz.) ‘(be)pflanzen’, aus gleichbed. lat. plantāre (s. ↗Pflanze). Im Sinne von ‘verbindliche Richtlinie für die Entwickung der Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum’ (Mitte 20. Jh.) folgt Plan der Bedeutung, die russ. plan (план) entwickelt hat. planen1 Vb. ‘einen Plan machen, ausarbeiten, etw. vorhaben, sich etw. vornehmen’ (18. Jh.). planvoll Adj. ‘nach einem Plan, überlegt, systematisch’, planlos Adj. ‘ohne Plan, unüberlegt’ (beide 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
entwerfen · planen
Synonymgruppe
abbilden · ↗ausarbeiten · planen
Synonymgruppe
(einen) Plan fassen · ↗(sich etwas) vornehmen · (sich) Ziele setzen · (sich) Ziele stecken · ↗(sich) anschicken · ↗(sich) daranmachen · ↗festlegen · planen · ↗vormerken  ●  (sich etwas) auf die Fahnen schreiben  fig. · in den Blick nehmen  fig. · Pläne schmieden  ugs. · ins Auge fassen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Vorsorge treffen · Vorüberlegung anstellen · in Vorausschau handeln · mit Weitblick handeln · mit weiser Voraussicht handeln · planen · vorausschauend handeln
Synonymgruppe
(etwas) im Sinn haben · (etwas) planen · ↗(etwas) vorhaben · (sich) etwas vorstellen  ●  (etwas) vor Augen haben  ugs.
Assoziationen
  • Vorstellungskraft · ↗Vorstellungsvermögen
  • (etwas) erwägen · daran denken (zu) · darüber nachdenken (zu) · in Erwägung ziehen  ●  ↗liebäugeln (mit)  fig. · (etwas / jemanden) im Auge haben (bei)  ugs., fig. · (etwas) mit sich herumtragen  ugs. · (sich etwas) vorstellen können  ugs. · (sich) mit dem Gedanken tragen  geh. · denken an  ugs. · mit dem Gedanken spielen  ugs. · nicht abgeneigt sein (zu + Infinitiv)  geh. · schwanger gehen mit  geh., fig.
Synonymgruppe
(etwas) anstreben · ↗(etwas) anvisieren · ↗(etwas) erwägen · (etwas) planen · ↗(etwas) vorhaben  ●  (etwas) im Auge haben  ugs.
Assoziationen
  • (etwas) unbeirrt fortsetzen · (jemanden) nicht anfechten · (sich) nicht abbringen lassen (von) · (sich) nicht beirren lassen · (unbeirrt) weitermachen wie bisher · ↗aufrechterhalten · bleiben bei · dabei bleiben · fest im Blick behalten · festhalten an · nicht abgehen von · nicht ablassen von · nicht aus den Augen verlieren · seiner Linie treu bleiben · standhaft bleiben  ●  (sich) nicht aus dem Konzept bringen lassen  fig. · Kurs halten  fig.

Typische Verbindungen zu ›planen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›planen‹.

Verwendungsbeispiele für ›planen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Geplant sind für dieses Jahr vier bis fünf Tests, beginnend voraussichtlich im Mai.
Die Zeit, 07.03.2012 (online)
Während ich sie langsam austrank, plante ich mein weiteres Vorgehen.
Sparschuh, Jens: Der Zimmerspringbrunnen, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1995, S. 85
Erst nach der Revolution (1959) begann man, die Entwicklung der Stadt ernsthaft zu planen.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 16638
Vom planen sexuellen Verhalten läßt sie sich jedenfalls nicht beirren.
konkret, 1983
Die da drüben schreien einen Sieg mehr in die Welt, bei uns dagegen war alles schon lange vorher geplant.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 19.02.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„planen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/planen>, abgerufen am 30.09.2020.

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