platschen

Grammatik Verb · platscht, platschte, hat/ist geplatscht
Aussprache 
Worttrennung plat-schen
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. platschtbesonders von sich bewegendem Wasser   etw. gibt einen hellen, kurzen, schallenden Laut von sich
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
wenn der Regen platscht und der Sturm saust [ Suderm.2,159]
er sprang ins Meer und fiel längelang platschend hin [ FühmannFronten70]
am Hafen, wo die Schiffe sachte platschen [ KusenbergNicht zu glauben144]
2.
an, auf, gegen etw. platschenmit einem hellen, kurzen, schallenden Lauf auf etw. auftreffen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’/‘ist’
Beispiele:
die Wellen platschten an das Ufer
der Regen platschte gegen die Fenster
Ihre nackten Füße platschten auf den Fußboden [ Borchert380]
in etw. platschen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiel:
jetzt platschen die schweren Taue ins finstere Hafenwasser [ FrischGantenbein348]
in, durch Wasser laufen und damit helle, kurze, schallende Laute verursachen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
die Kinder platschten in den Pfützen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiel:
die Jungen platschten durch den Bach
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pflatsch · platsch · flatsch · Platsch · Flatsch(en) · Flatsche · platschen · plätschen · flatschen · plätschern · platschnaß
pflatsch, platsch, flatsch, Interjektion ‘plumps’, lautmalend für ein schallendes, klatschendes Geräusch (16. Jh., wohl älter); in der Doppelung (mit Sekundärablaut) plitsch-platsch. Platsch m. Flatsch(en) m. Flatsche f. ‘das Hingeklatschte, großer Fleck, (feuchter) Haufen, Klumpen, Kuhfladen, Schlag, Ohrfeige’ (17. Jh.). platschen, plätschen, flatschen Vb. ‘klatschend fallen, klatschend schlagen, im Wasser um sich schlagen, regnen, ohrfeigen’, mhd. blesten, bletschen, frühnhd. platsen (15. Jh.). Vgl. auch nl. plassen, älter plasschen ‘im Wasser rühren’, mnd. plasken ‘plätschern’ und s. platzen sowie nahestehendes patschen. Dazu das Iterativum plätschern Vb. ‘mit gleichmäßig klatschendem Geräusch fließen (besonders von Bächen), leicht im Wasser herumschlagen, das Wasser mit leichtem Geräusch bewegen, niederfallen (vom Regen)’ (17. Jh.). platschnaß Adj. ‘völlig durchnäßt’ (Schiller).

Thesaurus

Synonymgruppe
klatschen · patschen · peitschen · platschen · prasseln (Regen) · trommeln  ●  pladdern  norddeutsch
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein

Typische Verbindungen zu ›platschen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›platschen‹.

Verwendungsbeispiele für ›platschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Füße machen auch hier, was der Rhythmus will, und plötzlich platschen frische Tropfen auf den heißen Kopf. [Süddeutsche Zeitung, 10.02.1998]
Tage kommen und gehen, das Meer platscht blau und unentwegt an den Strand. [Die Zeit, 26.11.2007, Nr. 48]
Ein Wirbel von Besitz platschte unvermutet in dickem Schwall über ihn herein. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 967]
Mit dem Kopf voraus platscht dieser Vogel in einen Brunnen. [Die Zeit, 09.07.2011 (online)]
Zerschellt sie, oder platscht sie sanft in ein Meer aus flüssigen Kohlenwasserstoffen? [Die Zeit, 23.06.2004, Nr. 26]
Zitationshilfe
„platschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/platschen>.

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