plausibel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungplau-si-bel
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›plausibel‹ als Letztglied: ↗unplausibel  ·  Ableitung von ›plausibel‹: ↗Plausibilität
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich einleuchtend, glaubhaft
Beispiele:
das ist ein plausibler Grund, eine plausible Erklärung, Begründung, Antwort, Ausrede
was du sagst, ist, klingt (ganz) plausibel
das erscheint mir plausibel
jmdm. etw. plausibel machenjmdm. etw. begreiflich machen
Beispiele:
wie soll man ihr das nur plausibel machen?
Fritz Mengers macht ihnen plausibel, daß sie nur ein paar Kollegen suchen [BredelVäter382]
zur Wiederholung des Versuchs: uns das Absurde plausibel zu machen [BecherAuswahl5,194]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plausibel Adj. ‘einleuchtend, verständlich, glaubhaft, annehmbar’, Übernahme (2. Hälfte 17. Jh.) von gleichbed. frz. plausible, älter ‘gefallend, von den Leuten gebilligt’, entlehnt aus lat. plausibilis ‘Beifall verdienend, auf Beifall berechnet, einleuchtend’; zu lat. plaudere (plausum) ‘(Beifall) klatschen’ (s. ↗applaudieren).

Thesaurus

Synonymgruppe
augenfällig · ↗begreiflich · ↗eingängig · ↗einleuchtend · ↗einsichtig · ↗erklärlich · ↗ersichtlich · ↗fassbar · ↗fasslich · ↗glaubhaft · ↗klar · ↗nachvollziehbar · nachzuvollziehen · plausibel · ↗schlagend · ↗schlüssig · ↗sinnfällig · ↗triftig · ↗verstehbar · ↗verständlich · ↗überzeugend  ●  ↗evident  geh. · ↗intelligibel  fachspr., Philosophie · ↗noetisch  fachspr., griechisch, Philosophie
Assoziationen
Antonyme
  • plausibel
Synonymgruppe
(durchaus) plausibel · leuchtet ein · ↗logisch · nicht von der Hand zu weisen · ↗überzeugend  ●  ↗nachvollziehbar  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Annahme Antwort Argumente Ausrede Begründung Deutung Entschuldigung Erklärung Erklärungsansätze Grund Hypothese Kriegsgrund Szenario Theorie These Vermutung Vorwand anhört darlegen durchaus einigermaßen erscheinende erscheint halbwegs höchst klingende klingt nachvollziehbar scheint wenig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›plausibel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer hat wem denn nun Märchen erzählt? frage ich mich und reime mir eine halbwegs plausible Geschichte zusammen.
Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 138
Ein Kabinett muss ja nicht nur plausibel strukturiert, es muss auch machtpolitisch ausbalanciert sein.
Der Tagesspiegel, 09.10.2002
Jedem gelingt es, sein Verhalten plausibel zu machen, und jeder, nicht nur der Vater, entpuppt sich als Teil des Problems.
Süddeutsche Zeitung, 30.05.2000
Niemand hat bisher diese Frage auch nur einigermaßen plausibel zu beantworten übernommen.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Erster Teil: Das Altertum, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 6163
Es ist noch immer nicht plausibel gemacht, wie du das vorige Mal dazu gekommen bist, zu lügen.
Friedländer, Hugo: Der Prozeß gegen den Bankier August Sternberg wegen Sittlichkeitsverbrechen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 683
Zitationshilfe
„plausibel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/plausibel>, abgerufen am 25.05.2018.

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