Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

plempern

Grammatik Verb
Worttrennung plem-pern
eWDG

Bedeutung

landschaftlich, umgangssprachlich seine Zeit unnütz hinbringen, vertrödeln
Beispiele:
er plempert, anstatt zu arbeiten
er hat die ganze Zeit über geplempert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plempern · Plempe · verplempern
plempern Vb. ‘(Zeit, Geld u. dgl.) unnütz vergeuden’, auch (landschaftlich) ‘plantschen, spritzen, müßig umhergehen, bummeln, hin und her schütteln, verspritzen’ (belegt seit 19. Jh., doch mundartlich gewiß erheblich älter), Intensivbildung zu (landschaftlich) plampen ‘(sich) hin und her bewegen, baumeln, müßig einhergehen, nachlässig arbeiten’ (16. Jh.). Dazu Plempe f. ‘etw. Baumelndes, besonders Säbel, Degen, Seitengewehr’ (17. Jh.), aber auch ‘(durch Schütteln) fades, dünnes Getränk’. Heute besonders verplempern Vb. ‘vergeuden, unnötig ausgeben, durch unvorsichtige Bewegung verschütten’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich unüberlegt verlieben, sich in eine unpassende Verbindung einlassen’ (17. Jh.). Die Wortgruppe ist wohl bewegungsnachahmender Herkunft.

Thesaurus

Synonymgruppe
Flüssigkeit vergießen · verschütten  ●  plempern  ugs. · splentern  ugs., norddeutsch · verplempern  ugs.
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›plempern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Köln – Getränke servieren zu können, ohne zu plempern, reicht als Qualifikation in diesem Restaurant nicht aus. [Süddeutsche Zeitung, 02.01.2003]
Zitationshilfe
„plempern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/plempern>.

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