plump

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Wortbildung mit ›plump‹ als Erstglied: ↗Plumpsack
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
unförmig, dick und massig, vierschrötig
Beispiele:
ein plumper Mensch, Kerl
ein schwerer plumper Körper, Stein, Klotz
er hat plumpe Hände, Füße
das Haus hat ein plumpes Dach
2.
schwerfällig, ungeschickt
Beispiele:
ein plumper Gang, Ausdruck
er hat ein plumpes Benehmen
grob, taktlos, geschmacklos
Beispiele:
eine plumpe Art und Weise, Manier
salopp auf diese plumpe Tour kommst du bei mir nicht an
das ist eine plumpe Ausrede, ein plumper Witz
er näherte sich ihr mit plumper Vertraulichkeit, Schmeichelei, machte einen plumpen Annäherungsversuch
dummdreist, unverschämt
Beispiele:
eine plumpe Fälschung, Lüge, Falle
auf einen plumpen Schwindel hereinfallen
abwertend ein plumpes Manöver
abwertend eine plumpe Mache
abwertend sich jmdm. plump vertraulich (= mit zudringlicher Vertraulichkeit) nähern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

plump · plumps · Plumps
plump Adj. ‘dick, grob, unbeholfen, schwerfällig’ (Ende 15. Jh.), aus mnd. plump ‘massig, nicht scharf, stumpf’, auch ‘unfein, grob, dumm’ in die Literatursprache aufgenommen. Der übertragene Gebrauch ‘derb, zudringlich’ begegnet seit dem Ende des 19. Jhs. (vgl. die Verbindung plump vertraulich). Das Adjektiv ist aus der einen dumpfen Fall oder Aufprall nachahmenden Interjektion mnd. nd. plump hervorgegangen, wozu auch mnd. plump ‘dumpfer Fall’, nd. plumpen ‘den Laut plump hören lassen, dumpf fallen’ gebildet sind (vgl. die parallele Entwicklung von nl. plomp Interjektion und Adj., plompen Vb.). Für die Interjektion plump und das Verb plumpen stehen heute im Nhd. meist die mit s verschärften Bildungen plumps (bereits im 16. Jh. aufkommend) und plumpsen ‘dumpf, ungeschickt fallen, ins Wasser fallen’ (18. Jh.); vgl. auch Plumps m. ‘dumpfer Fall’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
dumpf · plump · ↗unbeholfen  ●  ↗stumpf  ugs.
Synonymgruppe
ohne Anmut · plump · ↗schwerfällig · ↗ungraziös
Assoziationen
Antonyme
  • plump

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablenkungsmanöver Agitation Anbiederei Anbiederung Anbiederungsversuch Anmache Annäherungsversuch Anti-Amerikanismus Antiamerikanismus Bestechungsversuch Demagogie Fälschung Geschichtsfälschung Lüge Plagiat Polemik Populismus Schmeichelei Schwindel Stimmungsmache Trick Täuschungsmanöver Vertraulichkeit dreist gefälscht klobig schwerfällig unbeholfen ungelenk ungeschickt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›plump‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Mann ist auf elegante Weise schüchtern, und meine Frage kam zu plump.
Die Welt, 05.02.2005
Sie war aber nicht einfach plump gerissen; etwas in ihr war mehrdeutig.
Süddeutsche Zeitung, 24.02.1996
Aber alle erschienen ihr zu plump, zu neugierig, zu aufdringlich, zu indiskret.
Nöstlinger, Christine: Gretchen Sackmeier, Hamburg: Oetinger 1988 [1981], S. 104
Wie hätte sie mit ihrer plumpen Sprache darauf zu erwidern gewagt.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 61
Trotz der scheinbaren plumpen Gestalt sind die Tiere sehr beweglich.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 145
Zitationshilfe
„plump“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/plump>, abgerufen am 21.08.2019.

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