polken

GrammatikVerb
Worttrennungpol-ken
Wortbildung mit ›polken‹ als Letztglied: ↗aufpolken · ↗auseinanderpolken · ↗herauspolken · ↗herumpolken
eWDG, 1974

Bedeutung

norddeutsch, salopp mit einem Finger an, in etw. herumbohren
Beispiel:
Der mit der Ledermütze polkte in seinem rechten Ohr [DöblinAlexanderpl.131]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gelassen polkte er an einer rostigen Schraube, die er mitgebracht hatte.
Die Zeit, 24.02.1964, Nr. 08
Erregt polkt der Bauer in der Maschine umher und zieht den zerschundenen Schweinskopf hervor.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Kleine Stückchen lassen sich von dem Batzen polken, doch das tut man besser nicht, denn schließlich handelt es sich um einen ausgesprochenen Wertgegenstand.
Süddeutsche Zeitung, 04.01.1994
Balla polkte mit seinen hornigen Nägeln die Stearinreste vom letzten Jahr aus den Kerzenhaltern.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 262
Große Schlange, oder ich sage lieber Ilse, polkte in den Streuseln auf ihrer Schulter herum.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 74
Zitationshilfe
„polken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/polken>, abgerufen am 17.11.2019.

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