poltrig

Grammatik Adjektiv
Nebenform polterig
Aussprache 
Worttrennung polt-rig ● pol-te-rig
Wortzerlegung poltern -ig
eWDG

Bedeutungen

1.
mehrmals hintereinander lauten, dumpfen Lärm (bei einer Bewegung) verursachend
Beispiel:
laut und poltrig betrat er den Flur
2.
umgangssprachlich, übertragen mit lauter, grober Stimme schimpfend (ohne es böse zu meinen)
Beispiel:
»Na ja, natürlich«, sagt er dann ein wenig poltrig [ FalladaWolf1,433]

Thesaurus

Synonymgruppe
polterig · polternd · poltrig · ruppig · wie ein Elefant im Porzellanladen  ●  bollerig  ugs., regional
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›poltrig‹, ›polterig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Affären sprachen sich herum, Künstler und Wissenschaftler beklagten sich über seine poltrige, herablassende Art. [Die Zeit, 29.11.1985, Nr. 49]
Die Unternehmer fürchten seinen hemdsärmeligen Verhandlungsstil und seine poltrige Sprache. [Die Zeit, 06.11.1970, Nr. 45]
Er, der zunächst sozialdemokratischer Premierminister und Parlamentspräsident war, agierte stets kalt pragmatisch, populistisch und poltrig. [Die Zeit, 04.02.2013, Nr. 05]
Nur der poltrige Matratzenfabrikant Fritz Berg hatte in den fünfziger und sechziger Jahren den Spitzenverband souverän regiert und in Bonn erfolgreich vertreten. [Der Spiegel, 06.02.1984]
Sicher ist das 1926 entstandene Finale von Franco Alfano etwas poltrig, doch es erlöst Puccini schnell aus seinem Dilemma. [Der Tagesspiegel, 29.09.2003]
Zitationshilfe
„poltrig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/poltrig>.

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