pompös

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungpom-pös
HerkunftGriechisch
eWDG, 1974

Bedeutung

pomphaft, prunkvoll
Beispiele:
eine pompöse Villa, Wohnung
ein pompöser Festsaal, Empfang, pompöses Begräbnis
pompöse Teppiche, Gemälde, Kostüme
das Herrenzimmer war pompös eingerichtet, wirkte pompös
abwertend großartig, hochtrabend
Beispiele:
pompöse Namen, Titel
pompöse Gesten machen
man hört die pompöse Vorankündigung einer Sondermeldung [HochhuthStellvertreterI 1]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pomp · pompös
Pomp m. ‘feierliches Gepränge, Pracht, Prunk’, mhd. pompe f. m., mnd. pomp(e) sind entlehnt aus lat. pompa f. ‘feierlicher Aufzug, Pracht, Prunk’, griech. pompḗ (πομπή) f. ‘Sendung, Geleit, Festzug’, zu griech. pémpein (πέμπειν) ‘schicken, senden, (feierlich) geleiten, begleiten’, bzw. aus (seinerseits dem Lat. folgendem) afrz. frz. pompe f. ‘Prunk, Gepränge’. Im Dt. begegnen fem. Formen bis ins 18. Jh., danach gilt allein mask. Genus, das bereits im 15. Jh. einsetzt. pompös Adj. ‘prächtig, prunkvoll, aufwendig’ (um 1700), aus gleichbed. frz. pompeux; zuvor pompos (Mitte 17. Jh.), pomposisch (16. Jh.), aus spätlat. pompōsus ‘prächtig’, das auch dem frz. Adj. zugrunde liegt.

Thesaurus

Synonymgruppe
außerordentlich · ↗bedeutend · ↗bombastisch · ↗enorm · ↗erheblich · ↗exorbitant · ↗extrem · ↗fulminant · ↗gewaltig · ↗groß · ↗immens · pompös · ↗unglaublich · ↗üppig
Oberbegriffe
  • beschreibend (positiv)
Assoziationen
Synonymgruppe
pompös · ↗wuchtig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ballsaal Begräbnis Beisetzung Berghof Eingangshalle Einweihung Eröffnungsfeier Feier Feierlichkeit Freitreppe Gebärde Gehabe Grabmal Kronleuchter Kulturpalast Leichenzug Mausoleum Repräsentationsbau Selbstinszenierung Siegesfeier Staatsakt Staatsbegräbnis Trauerzug Villa Zeremonie Zeremoniell hergerichtet holzgetäfelt inszeniert selbstgefällig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pompös‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr hat sie ihren Nationalstolz pompös in Szene gesetzt.
Die Zeit, 28.09.2009, Nr. 39
Gegen das pompöse säulengeschmückte Haus, das er erbaute, scheint sie jedoch etwas gehabt zu haben.
Der Tagesspiegel, 23.12.1999
Im Verlagshaus, auf dem pompös schlicht ausgelegten Gang, in der gleichmäßig bewegten Luft, fühlte er sich wenigstens wieder in etwas eingespannt.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 289
Das entspräche etwa der Gewohnheit, auf einen unfrisierten Kopf einen pompösen Hut zu stülpen.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 332
Sie zeigen den Übergang von der pompösen spätbarocken Rhetorik zum frühen Klassizismus.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 15300
Zitationshilfe
„pompös“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pompös>, abgerufen am 20.04.2019.

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