porös

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungpo-rös (computergeneriert)
Wortbildung mit ›porös‹ als Grundform: ↗Porosität
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
durchlässig
Beispiele:
poröses Gestein, poröser Kalkfels, Kunststoff
Die poröse Asche ... verschluckte all den niederfallenden Regen [Hausm.Abschied34]
undicht
Beispiele:
die Dichtung ist porös
ich starrte ... auf das poröse Dach des Zeltes [S. LenzBrot11]
2.
mit Poren, feinen Löchern versehen, porig
Beispiele:
seine erfrorene Nase ... war buttergelb und merkwürdig porös [BredelVermächtnis64]
Aus türkisfarbenem Wolcrylon wurde der porös gestrickte Jumper ... gearbeitet [Sibylle1961]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pore · porös
Pore f. ‘feine Hautöffnung’. Spätlat. porus m., aus griech. póros (πόρος) ‘Weg, Durchgang, Öffnung’, gilt bei den antiken Ärzten auch für ‘Kanal, Gang, Röhre im menschlichen Körper, kleine Hautöffnung’. In diesem Sinne wird besonders der Plural porī Bestandteil der lat. medizinischen Wissenschaftssprache (vielfach mit Schweißlöcher übersetzt). Die Eindeutschung Poren (danach auch der fem. Sing. Pore) erfolgt in der 2. Hälfte des 18. Jhs., gleichzeitig setzt übertragener Gebrauch ‘sehr kleines Loch, Öffnung’ ein. porös Adj. ‘mit feinen Löchern versehen, durchlässig’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) aus gleichbed. frz. poreux. Auf nlat. porosus beruhen die voraufgehenden Formen porosisch (16. Jh.) und poros (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
durchdringbar · ↗durchgängig · ↗durchlässig · porös · ↗zugänglich  ●  ↗permeabel  fachspr.
Synonymgruppe
durchlöchert · ↗leck · ↗löcherig · ↗löchrig · löchrig wie ein Sieb · porös · ↗undicht · zerlöchert  ●  löchrig wie Schweizer Käse  ugs.
Assoziationen
  • von Kugeln durchsiebt · zahlreiche Einschusslöcher (aufweisen)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beton Bremsschlauch Fels Gebilde Gestein Gesteinsschichte Gummidichtung Kalkgestein Kalkstein Keramik Knochen Kunststoff Lunge Marmor Material Mauerwerk Mineral Oberfläche Rohr Sandstein Sandsteinschicht Schale Scherbe Schlauch Silizium Werkstoff brüchig durchlässig löchrig schwammartig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›porös‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wegen ihrer porösen Schale nähmen sie dessen Geruch an, mit den vorstellbaren Folgen.
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2001
Ein Verfahren der Trennung besteht darin, das Gas unter hohem Druck durch eine poröse Wand zu pumpen.
Die Zeit, 21.09.1984, Nr. 39
Da er sehr porös ist, setzt der Staub sich auch leicht in ihm fest.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 79
Sie sind porös und saugen daher das Wasser leicht auf.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 385
Sie besteht aus stark siliziumhaltigem, porösem Ton, vermischt mit pulverisierter Terrakotta.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 28307
Zitationshilfe
„porös“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/porös>, abgerufen am 24.10.2019.

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