postum

Alternative Schreibungposthum
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungpos-tum ● post-hum
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

nach jmds. Tod
a)
nach jmds. Tod erfolgt
Beispiele:
eine postume Ehrung, Rehabilitierung
eine Auszeichnung, einen Titel postum verleihen
b)
nach jmds. Tod erschienen
Beispiele:
seine postumen Gedichte
eine postume Sinfonie des Komponisten
c)
nach jmds. Tod entstanden
Beispiel:
sein Ruhm kam erst postum
d)
nach jmds. Tod geboren
Beispiel:
postum wurde ihm eine Tochter geboren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

postum Adj. ‘nachgelassen, nach dem Tode veröffentlicht’ (Werke), ‘nach dem Tode erfolgt’ (Ehrungen), entlehnt (Ende 18. Jh.; vielleicht früherem frz. und engl. Gebrauch folgend) aus lat. postumus ‘letzter, nachgeboren, nach dem Tode eintretend’, Superlativ zu posterus ‘nachfolgend’ (vgl. lat. post ‘nach, hinter, danach’). In lat. Gestalt ist das Wort ebenso wie die Nebenform posthumus seit Anfang des 18. Jhs. im Dt. belegt, auch substantiviert (pluralisch) im Sinne von ‘nachgelassene Schriften’. Lat. posthumus schließt volksetymologisch an lat. humus ‘Erde’ (s. ↗Humus) bzw. humāre ‘beerdigen’ an; daraus im 19. Jh. entlehntes posthum wird heute weithin als nicht korrekt angesehen.

Thesaurus

Synonymgruppe
nach dem Tode · posthum · postum
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bronzeguß Edition Ehrung Gesamtausgabe Guß Hommage Huldigung Liebeserklärung Rehabilitierung Rezeption Ruhm Triumph Uraufführung Vereinnahmung Verklärung Verleihung Veröffentlichung Werkausgabe Würdigung ehren erschienen gegossen gewissermaßen herausgegeben publiziert quasi rehabilitieren sozusagen uraufgeführt veröffentlicht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›postum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was hat diese Frau posthum nicht alles über sich ergehen lassen müssen?
Süddeutsche Zeitung, 05.07.2004
Die postum entstandene Büste war der Öffentlichkeit hierzulande bislang unbekannt.
Bild, 16.03.1998
Ein anderer Fall von Kleptomanie erledigte sich von selbst, sozusagen postum.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 13
Doch sei der Autor wohl postum das Opfer seines Herausgebers geworden.
Hildesheimer, Wolfgang: Marbot, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 83
Und das macht uns für die zeitgenössische und postume Kunstkritik leider so unattraktiv.
Loriot [d.i. Vicco von Bülow]: Sehr verehrte Damen und Herren ..., Zürich: Diogenes 1993, S. 31
Zitationshilfe
„postum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/postum>, abgerufen am 23.11.2019.

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