prädestinieren

Grammatik Verb · prädestiniert, prädestinierte, hat prädestiniert
Aussprache 
Worttrennung prä-de-sti-nie-ren · prä-des-ti-nie-ren
Wortbildung  mit ›prädestinieren‹ als Erstglied: ↗Prädestination
Herkunft aus gleichbedeutend praedēstinārekirchenlat < dēstinārelat ‘bestimmen, anordnen’ (destinieren)
eWDG

Bedeutung

etw. prädestiniert jmdn. für etw., jmdn., zu etw., jmdm.etw. macht jmdn. (von vornherein) für etw., jmdn. besonders geeignet
Beispiele:
Ein zarter Ton, ein seelenvoller Augenaufschlag, das genügte schon, um eine Schauspielerin für die Darstellung Gretchens ... zu prädestinieren [ WintersteinLeben1,154]
daß sein Dienstalter oder seine Körperfülle ... ihn dazu prädestinierte [ BebelAus meinem Leben31]
jmd., etw. ist für, zu etw. prädestiniert
Beispiele:
er ist für die Rolle prädestiniert
Aber dazu [andere glücklich zu machen] muß man prädestiniert sein [ R. BartschGeliebt151]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

destinieren · Destination · prädestinieren · Prädestination
destinieren Vb. ‘bestimmen, anordnen’, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. lat. dēstināre, einem Kausativum zu lat. stāre (statum) ‘stehen’; heute unüblich. Gebräuchlich noch die Ableitung Destination f. ‘Bestimmung, Auftrag, Endzweck’, entlehnt (18. Jh.) aus lat. dēstinātio (Genitiv dēstinātiōnis) ‘Bestimmung, Festlegung’. prädestinieren Vb. ‘vorherbestimmen’, entlehnt (16. Jh.) aus kirchenlat. praedēstināre ‘im voraus bestimmen’, zu lat. dēstināre (s. oben) und s. ↗prä-. prädestiniert sein ‘vorherbestimmt, vorzüglich geeignet sein’. Prädestination f. ‘(göttliche) Vorherbestimmung, das Vorherbestimmtsein’, entlehnt aus gleichbed. kirchenlat. praedēstinātio (Genitiv praedēstinātiōnis).

Thesaurus

Synonymgruppe
prädestinieren · ↗vorherbestimmen

Typische Verbindungen zu ›prädestinieren‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›prädestinieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›prädestinieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und hier ist die Kirche in besonderer Weise dazu prädestiniert.
Die Welt, 03.08.2000
Sie sind prädestiniert, Mittler zwischen den Welten Portrait zu sein.
Der Tagesspiegel, 21.07.2000
Das ist wohl begreiflich, denn er war dazu wie prädestiniert.
Wagner, Siegfried: Erinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1923], S. 21677
Irgendwie scheine gerade ich dazu prädestiniert zu sein, immer wieder solche Erfahrungen zu machen.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 216
Für illegale Herstellung von Einhornkraft erschienen mir nichtautoritär geleitete Betriebe prädestiniert.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 247
Zitationshilfe
„prädestinieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pr%C3%A4destinieren>, abgerufen am 18.01.2021.

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