prügeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungprü-geln (computergeneriert)
GrundformPrügel1, ↗Prügel2
Wortbildung mit ›prügeln‹ als Erstglied: ↗Prügelei · ↗Prügelperser  ·  mit ›prügeln‹ als Letztglied: ↗ausprügeln · ↗durchprügeln · ↗einprügeln · ↗herausprügeln · ↗hinausprügeln · ↗hineinprügeln · ↗losprügeln · ↗niederprügeln · ↗rausprügeln · ↗totprügeln · ↗verprügeln · ↗zerprügeln · ↗zusammenprügeln
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn. heftig (zur Strafe), besonders mit einem Stock, schlagen
Beispiele:
er prügelte die Kinder bei dem geringsten Anlass
salopp er prügelte den Jungen windelweich
salopp er schlich sich wie ein geprügelter Hund davon
Prügelt sie zu Tode! [HasencleverAntigoneII 4]
Dort wird dem Burschen doch jede Menschenwürde ... aus dem Leib geprügelt [BredelVäter165]
sich prügelneinen Streit untereinander mit den Fäusten austragen
Beispiele:
die Jungen haben sich in der Pause geprügelt
sie haben sich mit den Nachbarskindern geprügelt
sie ... prügelten sich um die Plätze [LanggässerSiegel94]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prügel · prügeln · Prügelknabe
Prügel m. ‘Stock, Knüppel’, Plur. ‘Schläge, Hiebe’, mhd. brügel ‘Stock, Knüppel’ ist mit l-haltigem Suffix für Gerätebezeichnungen gebildet zu mhd. brüge ‘Brettergerüst’. Dies gehört zu dem unter ↗Brücke (s. d., eigentlich ‘Balkenwerk’) behandelten Substantiv. Die heute vorherrschende pluralische Bedeutung ‘Schläge’ entsteht (Anfang 18. Jh.) aus Wendungen wie (den) Prügel geben (17. Jh.), Prügel austeilen (18. Jh.). prügeln Vb. ‘schlagen’, eigentlich ‘mit einem Prügel schlagen’ (16. Jh.); vgl. ahd. gibrugilōn ‘durch übergelegte Knüppel, Stöcke, Reißig schützend bedecken’, bair. prügeln ‘eine Brücke, einen Weg mit Stammstücken, Knüppeln, Ästen belegen’. Prügelknabe m. ‘Sündenbock, wer Schläge, eine Strafe erhält, die ein anderer verdient hat’ (19. Jh.), auch Prügeljunge, -bube; ehemals als literarische Figur ein Junge einfachen Standes, der gemeinsam mit einem Fürstensohne erzogen wird und die diesem gebührende Strafe erhält.

Thesaurus

Synonymgruppe
boxen · ↗hauen · prügeln · ↗schlagen  ●  ↗dreschen  ugs. · ↗kloppen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baseballschläger Eisenstange Gendarm Hooligan Knüppel Koma Polizist Schlagstock Schläger Skinhead Tod bewußtlos durchprügeln einprügeln foltern halbtot herausprügeln herumprügeln hineinprügeln krankenhausreif losprügeln morden niederprügeln pöbeln randalieren saufen totprügeln vergewaltigen windelweich zusammenprügeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›prügeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin sicher, notfalls würde er sich für Otto sogar prügeln.
Bild, 07.07.2004
Für diesen Erfolg lassen wir uns in diesem Jahr gerne prügeln.
Der Tagesspiegel, 26.10.1998
Schließlich - ich habe es selbst gesehen! - hat er sich sogar für mich geprügelt!
Brussig, Thomas: Helden wie wir, Berlin: Verl. Volk und Welt 1996 [1995], S. 30
Man stelle sich vor, vor den Augen einer anderen Klasse von deren Lehrer geprügelt zu werden.
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 42
Ich kann mich doch nicht mit ihr prügeln, nicht wahr?
Mann, Thomas: Buddenbrooks, Frankfurt a. M.: Fischer 1989 [1901], S. 943
Zitationshilfe
„prügeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/prügeln>, abgerufen am 13.10.2019.

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