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prall

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Wortbildung  mit ›prall‹ als Erstglied: Prallhang · Pralltriller · prall sitzend · prallsitzend · prallvoll
 ·  mit ›prall‹ als Letztglied: sonnenprall
eWDG

Bedeutungen

1.
dick und straff gespannt
Beispiele:
er hat pralle Backen, ein pralles Gesäß
pralle Waden, Schenkel, Brüste
das pralle Euter einer Kuh
die prallen Muskeln eines Boxers
pralle Knospen, Beeren, Tomaten
voll und straff gespannt
Beispiele:
ein pralles Segel, praller Ballon
pralle Betten, Kissen
ein prall gefüllter Sack
eine prall gefüllte Aktentasche
das Netz war prall gefüllt
enganliegend und straff gespannt
Beispiele:
eine prall anliegende Hose
die Uniform saß prall am Körper
der Pullover umschloss sie prall, saß prall
2.
Beispiele:
die Sonne scheint prall (= scheint mit voller Intensität)
die Sonne schien prall auf die Felder
er saß in der prallen Sonne, Sonnenglut (= im vollen und heißen Sonnenlicht)
der Aufenthalt in praller Sonne ist auf die Dauer gesundheitsgefährdend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prall Adj. ‘ganz gefüllt, straff gespannt, fest und rund’, auch (vom Sonnenlicht) ‘direkt auftreffend, intensiv und ungehindert scheinend’ (in praller Sonne), seit dem 18. Jh. in der Literatursprache, teils nach mnd. pral ‘gedrungen, strotzend, gespannt, stramm’, teils wohl auch in Anlehnung an prallen, prellen (s. d.). Herkunft unbekannt. Wahrscheinlich lautmalende Wiedergabe eines optischen Eindrucks.

Thesaurus

Synonymgruppe
dicklich · drall · mollig · mopsig · prall · rundlich  ●  moppelig  ugs. · pummelig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
eng (Kleidung) · eng anliegend · knapp (sitzend) · straff (gespannt) · stramm (sitzend)  ●  prall (sitzend)  ugs., regional · spack  ugs., regional
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›prall‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›prall‹.

Verwendungsbeispiele für ›prall‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und sieben Mädchen trippeln um ihn herum, jung, schlank, mit Öl gesalbt, und eine ist dabei, feist wie ein praller Sack. [Tucholsky, Kurt: Kino privat. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]]
Denn das vergangene Leben erweist sich als wesentlich praller als das gegenwärtige. [Die Zeit, 29.04.1999, Nr. 18]
Dabei seien die Lager seit dem vergangenen Jahr noch prall gefüllt. [Die Zeit, 17.08.2011 (online)]
Und doch ist es nur praller Kitsch, nur große Wirkung ohne Wollen. [Die Zeit, 22.06.2009, Nr. 25]
Nach außen wirkt das dann oft so, und er weiß es, als pralle alle Kritik an ihm ab. [Die Zeit, 19.05.2004, Nr. 21]
Zitationshilfe
„prall“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/prall>.

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