prasseln

Grammatik Verb · prasselt, prasselte, hat/ist geprasselt
Aussprache 
Worttrennung pras-seln
Wortbildung  mit ›prasseln‹ als Letztglied: Geprassel · aufprasseln · einprasseln · herabprasseln · herniederprasseln · herunterprasseln · niederprasseln
eWDG

Bedeutungen

1.
mit kurz aufeinanderfolgenden knackenden Geräuschen (lichterloh) brennen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
Holzscheite prasseln im Ofen, Kamin
das Feuer prasselte im Kamin
Funken prasseln (= stieben)
laut zischend in stark erhitztem Fett braten
Beispiele:
Bratkartoffeln, Koteletts prasseln in der Pfanne
Fett prasselt (= verläuft laut zischend bei starker Erhitzung) in der Pfanne
2.
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich prasselnder Beifall
mit kurz aufeinanderfolgenden knackenden Geräuschen fallen, aufschlagen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
Steine, Erdschollen prasseln
etw. prasselt auf, gegen etw.
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
der Regen prasselt auf das Dach, gegen die Fensterscheiben
Erbsen, Bohnen prasseln auf den, zu Boden
Kies prasselt gegen das Auto
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prasseln Vb. ‘kurz aufeinanderfolgende knackende, knallende, zischende Geräusche von sich geben’ (beim Brennen, Braten, Aufprallen). Zur Wortgruppe von bersten (s. d., ahd. brestan, mhd. bresten) gehört eine Reihe von Verben und Substantiven, die weniger auf den Vorgang des Zerbrechens oder Zerplatzens zielen, sondern vor allem (ursprünglich dabei erzeugte) laute Geräusche bezeichnen, ahd. brastōn ‘knackend brennen, pfeifend niedersausen, laut erschallen, lärmen’ (9. Jh.), frühnhd. brasten ‘kurze, laute Geräusche hervorbringen’, anord. brasta ‘lärmen, prahlen’, mhd. brasten n. ‘das Krachen auseinanderbrechender Bäume, das Prasseln des Feuers’, frühnhd. brast ‘Geräusch wie von brechenden Dingen’, auch ‘Hochmut, Stolz, Pomp’. Hierzu stellen sich als Intensivbildungen mit -l- aengl. brastlian ‘ein krachendes Geräusch von sich geben, prasselnd, knisternd brennen’, mhd. brasteln, prasteln ‘geräuschvoll, krachend brechen, knackend brennen, laut schreien, geschwätzig-dumm daherreden’. In spätmhd., besonders frühnhd. Zeit tritt in brasseln, prasseln eine Erleichterung der mehrfachen Konsonanz ein.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
klatschen · patschen · peitschen · platschen · prasseln (Regen) · trommeln  ●  pladdern  norddeutsch
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Synonymgruppe
klackern · klappern · knattern · prasseln (Regen, Hagel) · rappeln · rasseln · rattern · scheppern
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›prasseln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›prasseln‹.

Verwendungsbeispiele für ›prasseln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bald prasselt der Regen wieder ins Tal, diktiert den Takt zum Spiel der beiden Frauen. [Die Zeit, 13.09.2012, Nr. 36]
Von den Bergen prasseln rund um die Uhr serbische Granaten in die Stadt. [Die Zeit, 06.08.1993, Nr. 32]
Ab heute prasselt es Preise bei Bild. de – 24 Tage lang bis Weihnachten. [Bild, 01.12.2001]
Ein letztes Mal prasselt der Regen auf die Blätter, als wolle er nie mehr enden. [Der Tagesspiegel, 11.08.2002]
Es klirrt wieder, es prasselt, man hört, wie der Stein dumpf hinten im Dunkel des Ladens irgendwo aufschlägt, noch einmal kollert, und es ist still. [Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 168]
Zitationshilfe
„prasseln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/prasseln>.

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