prasseln

GrammatikVerb · prasselte, hat/ist geprasselt
Aussprache
Worttrennungpras-seln
Wortbildung mit ›prasseln‹ als Letztglied: ↗aufprasseln · ↗einprasseln · ↗herabprasseln · ↗herniederprasseln · ↗herunterprasseln · ↗niederprasseln
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
mit kurz aufeinanderfolgenden knackenden Geräuschen (lichterloh) brennen
Beispiele:
Holzscheite prasseln im Ofen, Kamin
das Feuer prasselte im Kamin
Funken prasseln (= stieben)
laut zischend in stark erhitztem Fett braten
Beispiele:
Bratkartoffeln, Koteletts prasseln in der Pfanne
Fett prasselt (= verläuft laut zischend bei starker Erhitzung) in der Pfanne
2.
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich prasselnder Beifall
mit Hilfsverb ›hat‹
mit kurz aufeinanderfolgenden knackenden Geräuschen fallen, aufschlagen
Beispiel:
Steine, Erdschollen prasseln
mit Hilfsverb ›ist‹
etw. prasselt auf, gegen etw.
Beispiele:
der Regen prasselt auf das Dach, gegen die Fensterscheiben
Erbsen, Bohnen prasseln auf den, zu Boden
Kies prasselt gegen das Auto
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prasseln Vb. ‘kurz aufeinanderfolgende knackende, knallende, zischende Geräusche von sich geben’ (beim Brennen, Braten, Aufprallen). Zur Wortgruppe von ↗bersten (s. d., ahd. brestan, mhd. bresten) gehört eine Reihe von Verben und Substantiven, die weniger auf den Vorgang des Zerbrechens oder Zerplatzens zielen, sondern vor allem (ursprünglich dabei erzeugte) laute Geräusche bezeichnen, ahd. brastōn ‘knackend brennen, pfeifend niedersausen, laut erschallen, lärmen’ (9. Jh.), frühnhd. brasten ‘kurze, laute Geräusche hervorbringen’, anord. brasta ‘lärmen, prahlen’, mhd. brasten n. ‘das Krachen auseinanderbrechender Bäume, das Prasseln des Feuers’, frühnhd. brast ‘Geräusch wie von brechenden Dingen’, auch ‘Hochmut, Stolz, Pomp’. Hierzu stellen sich als Intensivbildungen mit -l- aengl. brastlian ‘ein krachendes Geräusch von sich geben, prasselnd, knisternd brennen’, mhd. brasteln, prasteln ‘geräuschvoll, krachend brechen, knackend brennen, laut schreien, geschwätzig-dumm daherreden’. In spätmhd., besonders frühnhd. Zeit tritt in brasseln, prasseln eine Erleichterung der mehrfachen Konsonanz ein.

Thesaurus

Synonymgruppe
bullern (Feuer) · ↗knacken (Holzscheit) · ↗knistern · prasseln
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
klatschen · ↗patschen · ↗peitschen · ↗platschen · prasseln (Regen) · ↗trommeln  ●  ↗pladdern  norddeutsch
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Synonymgruppe
klackern · ↗klappern · ↗knattern · prasseln (Regen, Hagel) · ↗rappeln · rasseln · ↗rattern · ↗scheppern
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Zitationshilfe
„prasseln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/prasseln>, abgerufen am 26.05.2019.

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