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profund

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung pro-fund
Herkunft aus gleichbedeutend profondfrz, vgl. profunduslat ‘bodenlos, unergründlich, unermesslich’
eWDG

Bedeutung

gehoben ganz umfassend, tiefgehend, tiefgründig
Beispiele:
ein profundes Fachwissen
eine profunde Erkenntnis
sein Wissen war profund
er besaß eine profunde Sachkenntnis
er veröffentlichte ein profundes Werk (= er veröffentlichte ein grundlegendes Werk)
eine profunde Lebensweisheit (= eine tiefsinnige Lebensweisheit)
ein profundes Gespräch führen
etwas Profundes sagen
ein profunder Kenner der Antike (= ein gründlicher Kenner der Antike)
war er aus profundem (= tief empfundenem) Glück in Verzweiflung gestürzt [ Sternheim4,182]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

profund Adj. ‘tief, sehr gründlich, umfassend’. Anfang des 18. Jhs. begegnet profond als Übernahme von gleichbed. frz. profond, wird jedoch bald im Anschluß an das Ausgangswort lat. profundus ‘bodenlos, unergründlich, unermeßlich’, kirchenlat. ‘geistig tief eingehend’, zu profund umgebildet. Lat. profundus bedeutet eigentlich ‘wo einem der Boden (unter den Füßen) weg ist’, vgl. lat. fundus ‘Grund, Boden, Grundstück, Boden eines Gefäßes’ (s. Fundus). Lat. pro- hat hier die Bedeutung ‘weg’, vgl. lat. profugere ‘davonfliehen, weglaufen’, prohibēre ‘fern-, abhalten, verbieten’.

Thesaurus

Synonymgruppe
hintergründig · profund · tief · tiefdenkend · tiefschürfend
Synonymgruppe
durchdacht · gehaltvoll · in die Tiefe gehend · mit Tiefgang · nachdenklich · profund · tief gehend · tief schürfend · tiefgehend · tiefgründig · tiefreichend · tiefschürfend · tiefsinnig  ●  belangvoll  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›profund‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›profund‹.

Verwendungsbeispiele für ›profund‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer sich gut unterhalten will, braucht nicht auf profunde Information zu verzichten. [o. A.: Reise in das Reich der Zeit. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]]
Da hat eine profunde Veränderung in der italienischen Öffentlichkeit stattgefunden. [Die Zeit, 03.10.2011, Nr. 40]
Da brauche man profunde Kenntnisse, die nicht mehr allein der Tradition entnommen werden könnten. [Die Zeit, 08.03.2007, Nr. 11]
Sie weisen auf ein profundes medizinisches Wissen der damaligen Welt hin. [Die Zeit, 28.05.2003, Nr. 22]
Seine profunden Kenntnisse der rabbinischen Literatur erwarb er sich durch persönlichen und brieflichen Verkehr mit Juden. [Bertholet, A. u. Baumgartner, W.: Buxtorf. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8904]
Zitationshilfe
„profund“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/profund>.

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