Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

promovieren

Grammatik Verb · promoviert, promovierte, hat promoviert
Aussprache  [pʀomoˈviːʀən]
Worttrennung pro-mo-vie-ren
Wortbildung  mit ›promovieren‹ als Erstglied: Promovend
Herkunft aus prōmovērelat ‘vorwärts bewegen, vorrücken, erweitern, (be)fördern, in Amt und Würden erheben’

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. die Doktorwürde erlangen
  2. 2. ⟨jmdn. promovieren⟩ jmdm. die Doktorwürde verleihen
eWDG

Bedeutungen

1.
die Doktorwürde erlangen
Beispiele:
sie hat an der Universität L (im Fach Slawistik) promoviert
er hat über ein Thema der Rechtsgeschichte, mit einer Arbeit über mittelalterliche Literatur promoviert
2.
jmdn. promovierenjmdm. die Doktorwürde verleihen
Beispiele:
die Fakultät promovierte ihn zum Doktor der Medizin
er wurde zum Dr. rer. nat. promoviert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

promovieren · Promotion
promovieren Vb. ‘weiterbringen, befördern’ zu einem Amt (15. Jh.), ‘die Doktorwürde verleihen, erwerben’ (16. Jh.), aus lat. prōmovēre (prōmōtum) ‘vorwärts bewegen, vorrücken, erweitern, (be)fördern, in Amt und Würden erheben’ (vgl. kirchenlat. ad sacerdōtem prōmovēre ‘zum Priester machen’); zu lat. movēre ‘bewegen’. – Promotion f. ‘Beförderung, Standeserhöhung’, besonders ‘Verleihung, Erwerb der Doktorwürde’ (17. Jh.), spätlat. prōmōtio (Genitiv prōmōtiōnis) ‘Erhebung, Beförderung’ (zu Ehrenstellen, besonders innerhalb kirchlicher Orden), Verbalabstraktum zu lat. prōmovēre (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Doktorarbeit schreiben · Doktorgrad (erlangen) · dissertieren  ●  doktorieren  schweiz. · promovieren  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›promovieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›promovieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›promovieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit 24 promoviert, fünf Jahre später habilitiert, mit 31 Professor an der TU. [Der Tagesspiegel, 12.12.2000]
Er promovierte 1950, habilitierte sich 1954 und war dann Dozent. [Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR – S. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 19706]
Er kam nämlich von Bonn, wo er auch promoviert hatte und wo das rasche Arbeiten offenbar nicht sehr gepflegt wurde. [Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 12115]
Für die Medizin entschied sich der promovierte Ökonom erst mit 40 Jahren. [Die Welt, 05.01.2002]
Wenn einer in die Produktion geht, muß er nicht promoviert haben. [Süddeutsche Zeitung, 09.07.1996]
Zitationshilfe
„promovieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/promovieren>.

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