protegieren

GrammatikVerb · protegierte, hat protegiert
Aussprache
Worttrennungpro-te-gie-ren
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltend, abwertend jmdn. besonders in beruflicher Hinsicht fördern, begünstigen, bevorzugen
Beispiel:
der Volontär war der Sohn eines Geschäftsfreundes und wurde vom Chef protegiert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

protegieren · Protegé · Protektion · Protektor · Protektorat
protegieren Vb. ‘fördern, unterstützen, begünstigen, schützen’, entlehnt (2. Hälfte 16. Jh.) aus lat. prōtegere (prōtēctum) ‘vorn bedecken, beschirmen, schützen’ (vgl. lat. tegere ‘decken, bedecken, verbergen, schützen’); danach (erkennbar an der Aussprache) meist gleichbed. frz. protéger (gleicher Herkunft) folgend. Protegé m. ‘Schützling, Günstling’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. protégé, dem substantivierten Part. Perf. zu frz. protéger. Protektion f. ‘Schutz, Förderung, Gönnerschaft’ (2. Hälfte 16. Jh.), lat. prōtēctio (Genitiv prōtēctiōnis) ‘Bedeckung, Beschützung’; vgl. afrz. frz. protection. Protektor m. ‘Förderer, Schutzherr, Ehrenvorsitzender’ (Anfang 18. Jh.), spätlat. prōtēctor ‘Beschützer, Leibwächter’. Protektorat n. ‘Schutzherrschaft, Gönnerschaft, Ehrenvorsitz’, auch ‘Form der Abhängigkeit eines Staates von einem anderen, Willkürherrschaft eines Staates über einen anderen’, Bildung (1. Hälfte 19. Jh., nach Mustern wie Konsulat, Magistrat) zum Part. Perf. lat. prōtēctum (s. oben). Vgl. engl. protectorate (17. Jh.), frz. protectorat (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) hilfreich zur Seite stehen · ↗begünstigen · behilflich sein · ↗beistehen · ↗fördern  ●  (eine) Lanze brechen für (jemanden / etwas)  fig. · (jemandem) den Rücken stärken  fig. · (jemandem) den Weg ebnen  fig. · (jemandem) die Steine aus dem Weg räumen  fig. · ↗unterstützen  Hauptform · (jemandem) unter die Arme greifen  ugs., fig. · (jemanden) unter seine Fittiche nehmen  ugs. · protegieren  geh. · supporten  ugs., engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Lebensgefährtin subventionieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›protegieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er habe sich vorgenommen, jede Art von Theater zu protegieren.
Süddeutsche Zeitung, 31.01.2002
Und dann hatte er auch noch seinen Sohn protegieren können.
Walser, Martin: Ehen in Philippsburg, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1957], S. 132
Also wäre es dumm, öffentlich oder halböffentlich einen der Kombattanten zu protegieren.
Die Welt, 16.05.2003
Er hielt aber sein Versprechen mich zu protegieren, denn nach einem Jahr wurde ich nach der Obertertia versetzt.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 22622
Die Sängerin protegierte ihn, er verließ das Kloster und kehrte ins Leben zurück.
Uaraszti, Emile: Gounod. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 32396
Zitationshilfe
„protegieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/protegieren>, abgerufen am 24.05.2019.

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