pudern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungpu-dern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›pudern‹ als Letztglied: ↗einpudernüberpudern
eWDG, 1974

Bedeutung

eine Körperstelle (zur Hautpflege), etw. mit Puder bestreuen
Beispiele:
das Gesicht, die Nase, das Kinn, Haar pudern
die kranke, wunde Stelle am Körper pudern
einen Säugling pudern
sich vor dem Spiegel pudern
eine gepuderte Perücke
Die sorgfältig geschminkten und gepuderten Damen mit dem hochgetürmten Haarschmuck [ZuchardtStunde161]
berlinisch, salopp, scherzhaft, übertragen
Beispiel:
du bist wohl mit dem Klammerbeutel gepudert? (= du bist wohl verrückt, du hast wohl den Verstand verloren?)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puder · pudern
Puder m. ‘feines Pulver für kosmetische oder medizinische Zwecke’, im 17. Jh. entlehnt (Buder, Puder neben Pouldre, Poudre, Pouder) aus frz. poudre, afrz. poudre, puldre ‘Staub, Puder, Pulver’, das (wahrscheinlich über einen in mlat. pulvera, 10. Jh., belegten neutr. Plur., der als fem. Sing. aufgefaßt wird) auf lat. pulvis (Genitiv pulveris) ‘Staub’ (s. ↗Pulver) zurückgeht. pudern Vb. ‘mit Puder bestreuen, bestäuben’ (17. Jh.); vgl. frz. poudrer.

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
(seinen) ehelichen Pflichten nachkommen · ↗(sich) lieben · Geschlechtsverkehr haben · Verkehr haben · intim werden (mit) · ↗verkehren  ●  Sex haben  Hauptform · den Beischlaf vollführen  Amtsdeutsch · ↗erkennen  biblisch · es kommt zum Geschlechtsverkehr  Amtsdeutsch · mit jemandem schlafen  verhüllend · (den) Lachs buttern  derb · (ein) Rohr verlegen  derb · (eine) Nummer schieben  ugs. · ↗(es) treiben (mit)  ugs. · ↗(jemanden) flachlegen  ugs. · ↗(jemanden) vernaschen  ugs. · Liebe machen  ugs. · Sex machen  ugs. · ↗begatten  fachspr. · ↗bimsen  derb · ↗bumsen  ugs. · einen wegstecken  ugs. · ↗ficken  vulg. · ↗kohabitieren  geh. · ↗koitieren  geh. · ↗kopulieren  fachspr. · ↗nageln  derb · ↗pimpern  derb · ↗poppen  ugs. · pudern  ugs., österr. · ↗rammeln  ugs. · schnackseln  ugs. · ↗vögeln  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • nehmen, was übrig bleibt (für Sex)  ●  Reste ficken  vulg., abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gesicht Haar Haut Klammerbeutel Klammersack Nase Perücken Schnee Staub ab einpudern gekämmt geschminkt gewaschen wickeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›pudern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man cremt die Nase auch möglichst nach jedem Waschen leicht ein und pudert sie dezent.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 421
Sie habe ihn gebadet, gepudert, angezogen und sei dann mit ihm spazierengegangen.
Die Welt, 30.06.1999
Sie pudert sich die Nase, lacht ein silbriges Lachen, sagt schlichte, kluge Sätze.
Der Tagesspiegel, 10.02.2005
Nachher erst gesellen sie sich zu den Damen, die inzwischen Gelegenheit hatten, sich die Nase zu pudern.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 385
Als sie die ganze Broschüre gelesen hatte, puderte sie sich frisch.
Lichtenstein, Alfred: Der Sieger. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 35660
Zitationshilfe
„pudern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/pudern>, abgerufen am 23.05.2018.

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