puh
Alternative Schreibungpu
GrammatikAusruf
Aussprache
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich
drückt Abscheu, Missbehagen aus
Beispiele:
puh, so ein unangenehmer Mensch!
puh, ist das (heute) drückend, heiß!
»Puh, niemals in so ein Ding [ein Fliegerkarussell] […]«, denn daß mir schnell schlecht wird, das wußte ich ja [GaiserSchlußball127]
drückt Erleichterung aus, wenn etw. Unangenehmes vorbei ist
Beispiele:
puh, war das eine schmutzige, schwere Arbeit!
puh, das hätten wir geschafft!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pu(h) Interj. abweisende Lautgebärde bei Abscheu und Ekel (18. Jh.). Auch Nachbildung erschöpften Ausatmens (bei Hitze, Kälte) sowie eines Schusses (Pu! Pu! Goethe).

Thesaurus

Synonymgruppe
uff  ugs., Hauptform
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Vorgänger im Amt, denkt Gerhard Schröder gelegentlich laut vor sich hin, begreife er - puh!
Die Zeit, 23.10.2000, Nr. 43
Am Ende des Films kriegt er die Frau, die – puh – doch keine Lesbe ist, und sein Buddy-Bulle geht urplötzlich mit dem süßen Schwulen.
konkret, 1996
Gott seis getrommelt und gepfiffen, da sind wir - puh -
Die Fackel [Elektronische Ressource], 2002 [1916]
Sie werden Kriege angestiftet haben, puh, um ihre Macht zu vergrößern.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 148
die die lesen, gibt 's auch, aber - puh - von denen bin ich doch schon in der DDR abgehauen.
konkret, 1980
Zitationshilfe
„puh“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/puh>, abgerufen am 20.11.2017.

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