quäken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungquä-ken
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Beispiele:
der Säugling quäkt (= bringt klägliche, dünne und hohe Töne mehrmals kurz hintereinander hervor)
aus dem Bettchen ertönte ein helles und durchdringendes Quäken
2.
mit kläglicher, dünner, hoher Stimme sprechen, jammern
Beispiele:
er quäkte unverständliche Worte
»das erlaube ich nicht«, quäkte er
sie sang mit heiserer, quäkender Stimme
er sprach, schrie mit seiner quäkenden Stimme
seine Stimme nahm, wenn er sich erregte, etwas ungünstig Quäkendes an [A. ZweigEinsetzung165]
abwertend, übertragen schrill und heiser, durchdringend tönen
Beispiele:
das Radio, Grammophon, Fernsehgerät, Saxophon quäkte
die quäkenden Töne einer Flöte, Fiedel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

quäken · Quäke
quäken Vb. ‘ein gepreßtes, klägliches Geschrei (auch Getön eines Musikinstruments) von sich geben’, in älterer Sprache auch quecken; seit dem 16. Jh. bezeugt. Wie ↗quaken (s. d.), mit dem es gelegentlich bedeutungsgleich verwendet wird, ahmt es vornehmlich die Lautäußerungen bestimmter Lebewesen nach, z. B. das Weinen eines Kleinkindes in einer spezifischen Tonlage oder den Klagelaut des Hasen; daher Quäke f. akustisches Lockinstrument des Jägers für Fuchs und andere kleine Raubtiere durch Vortäuschung des Klagelauts des Hasen (19. Jh.). S. auch ↗quieken.

Typische Verbindungen zu ›quäken‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›quäken‹.

Verwendungsbeispiele für ›quäken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist 17 Uhr 35, das Fax quäkt noch einmal und ist dann tot.
Der Tagesspiegel, 21.01.2001
Er krächzt und quäkt wie zuvor, denn in der Literatur kann niemand der Literatur entkommen.
Die Zeit, 27.09.1991, Nr. 40
Das Kind lächelt, zögert dann wie ratlos - und fängt, ohne daß etwas geschehen wäre, ängstlich zu quäken an.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 305
Sie mit ihrer nervösen Stimme quäkte zurück, machte viele Worte.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 52
Streitbar, quäkend hatte er erklärt, es werde dem frechen Burschen nicht glücken, sich der Sühnung seines Verbrechens durch diese vorgeschützte Krankheit zu entziehen.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 276
Zitationshilfe
„quäken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/qu%C3%A4ken>, abgerufen am 02.04.2020.

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