Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

quäken

Grammatik Verb · quäkt, quäkte, hat gequäkt
Aussprache 
Worttrennung quä-ken
Wortbildung  mit ›quäken‹ als Letztglied: Gequäk · Gequäke
eWDG

Bedeutungen

1.
Beispiele:
der Säugling quäkt (= bringt klägliche, dünne und hohe Töne mehrmals kurz hintereinander hervor)
aus dem Bettchen ertönte ein helles und durchdringendes Quäken
2.
mit kläglicher, dünner, hoher Stimme sprechen, jammern
Beispiele:
er quäkte unverständliche Worte
»das erlaube ich nicht«, quäkte er
sie sang mit heiserer, quäkender Stimme
er sprach, schrie mit seiner quäkenden Stimme
seine Stimme nahm, wenn er sich erregte, etwas ungünstig Quäkendes an [ A. ZweigEinsetzung165]
abwertend, übertragen schrill und heiser, durchdringend tönen
Beispiele:
das Radio, Grammophon, Fernsehgerät, Saxophon quäkte
die quäkenden Töne einer Flöte, Fiedel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

quäken · Quäke
quäken Vb. ‘ein gepreßtes, klägliches Geschrei (auch Getön eines Musikinstruments) von sich geben’, in älterer Sprache auch quecken; seit dem 16. Jh. bezeugt. Wie quaken (s. d.), mit dem es gelegentlich bedeutungsgleich verwendet wird, ahmt es vornehmlich die Lautäußerungen bestimmter Lebewesen nach, z. B. das Weinen eines Kleinkindes in einer spezifischen Tonlage oder den Klagelaut des Hasen; daher Quäke f. akustisches Lockinstrument des Jägers für Fuchs und andere kleine Raubtiere durch Vortäuschung des Klagelauts des Hasen (19. Jh.). S. auch quieken.

quaken · quackeln · Quackelei
quaken Vb. ‘Töne in der Art von Fröschen, Enten u. ä. von sich geben’, älter auch quacken, iterativ quackeln Vb. ‘dummes Zeug treiben, reden schwatzen’ (15. Jh.). Als Nachahmung elementarer Tierlaute hat das seit dem 15. Jh. im Dt. bezeugte Verb zahlreiche Parallelen in anderen Sprachen, vgl. mnd. mnl. quāken, quacken, engl. to quack, russ. kvákat’ (квакать), lat. coaxāre. Eine wechselseitige Abhängigkeit muß nicht notwendig vorausgesetzt werden. Vgl. mnd. quack ‘unnützes Gerede’; im hd. Grenzgebiet zum Nd. quackeln ‘unverständlich, platt sprechen’. S. auch quäken, quieken. Quackelei f. ‘Geschwätz’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›quäken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›quäken‹.

Verwendungsbeispiele für ›quäken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Kind lächelt, zögert dann wie ratlos – und fängt, ohne daß etwas geschehen wäre, ängstlich zu quäken an. [Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 305]
Er krächzt und quäkt wie zuvor, denn in der Literatur kann niemand der Literatur entkommen. [Die Zeit, 27.09.1991, Nr. 40]
Es ist 17 Uhr 35, das Fax quäkt noch einmal und ist dann tot. [Der Tagesspiegel, 21.01.2001]
Wenn es bei mir das nächste Mal quäkt, ist es ein Enkel. [Die Welt, 11.09.2004]
Als hinten im Saal ein Handy leise quengelt und quäkt. [Süddeutsche Zeitung, 02.07.1999]
Zitationshilfe
„quäken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/qu%C3%A4ken>.

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