Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

quacksalbern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung quack-sal-bern
GrundformQuacksalber
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

in der Art eines Quacksalbers Krankheiten behandeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Quacksalber · Quacksalberei · quacksalbern
Quacksalber m. ‘unqualifizierter Heilpraktiker, Kurpfuscher’, Entlehnung des 16. Jhs. von nl. kwakzalver, zu mnl. quacsalven (s. unten), einer Bildung aus mnl. quāken, quacken, nl. kwaken ‘quaken, schwatzen, prahlen’ (s. quaken) und mnl. salven, nl. zalven ‘salben’ (s. Salbe). Entsprechend der früheren Praxis dieser Berufsgruppe ist der Ausdruck wohl als ‘Salbenkrämer’, der marktschreierisch Salben und Heilmittel bzw. Heilverfahren feilbietet, zu verstehen (vgl. ahd. salbāri ‘Salbenhändler’, 10. Jh.). Kaum einleuchtender erscheint die von de Vries Nl. 373 aufgezeigte Möglichkeit, in dem ersten Wortbestandteil nl. kwak (älter) ‘kleiner Klecks’ (z. B. zalf ‘Salbe’) zu sehen. – Quacksalberei f. ‘unsachgemäße medizinische Praxis, unwirksames oder schädliches Heilmittel bzw. Heilverfahren’ (17. Jh.), nl. kwakzalverij. quacksalbern Vb. ‘unseriöse Heilmethoden anwenden’ (18. Jh.), älter quacksalben (16. Jh.); vgl. mnl. quacsalven ‘mit unzureichenden Heilmitteln kurieren’.
Zitationshilfe
„quacksalbern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/quacksalbern>.

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