quaken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungqua-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›quaken‹ als Grundform: ↗Gequak · ↗Gequake
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Beispiele:
der Frosch, die Ente quakt (= läßt seine, ihre Stimme mehrmals kurz hintereinander ertönen)
die Enten quakten unaufhörlich auf dem Teich
im Morgengrauen hörte man das vielstimmige Quaken der Frösche
ein Froschtümpel quakte bis zum Morgen [GrassBlechtrommel274]
2.
umgangssprachlich, übertragen mit monotoner, blecherner Stimme reden
Beispiele:
aus dem Radio, Telefonhörer ertönte eine quakende Stimme
[ein Auto] mit quakendem Lautsprecher: Reportage über Baseball [FrischStiller236]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

quaken · quackeln · Quackelei
quaken Vb. ‘Töne in der Art von Fröschen, Enten u. ä. von sich geben’, älter auch quacken, iterativ quackeln Vb. ‘dummes Zeug treiben, reden schwatzen’ (15. Jh.). Als Nachahmung elementarer Tierlaute hat das seit dem 15. Jh. im Dt. bezeugte Verb zahlreiche Parallelen in anderen Sprachen, vgl. mnd. mnl. quāken, quacken, engl. to quack, russ. kvákat’ (квакать), lat. coaxāre. Eine wechselseitige Abhängigkeit muß nicht notwendig vorausgesetzt werden. Vgl. mnd. quack ‘unnützes Gerede’; im hd. Grenzgebiet zum Nd. quackeln ‘unverständlich, platt sprechen’. S. auch ↗quäken, ↗quieken. Quackelei f. ‘Geschwätz’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
herumjanken · ↗janken · keine Ruhe geben  ●  (rum)knöttern  ugs., ruhrdt. · (rum)quaken  ugs. · ↗herumquengeln  ugs. · ↗quengeln  ugs.
Assoziationen
  • beharrlich · ↗dauernd · ↗nonstop · ohne Unterbrechung · ohne Unterlass · ohne abzusetzen · ↗pausenlos · ↗ständig · ↗unablässig · ↗unaufhörlich · ↗unausgesetzt · ↗unentwegt  ●  ↗ununterbrochen  Hauptform · am laufenden Band  ugs. · in einer Tour  ugs.
  • (jemandem) auf die Nerven gehen · ↗...schreck · lästig werden · ↗nerven · Überdruss / Ablehnung hervorrufen  ●  (jemandem) auf den Keks gehen  ugs. · (jemandem) auf den Sack gehen  derb · (jemandem) auf den Senkel gehen  ugs. · (jemandem) auf den Wecker fallen  ugs. · (jemandem) auf den Wecker gehen  ugs. · (jemandem) auf den Zeiger gehen  ugs. · (jemandem) auf die Eier gehen  derb · (jemandem) auf die Nüsse gehen  derb · (jemandem) den letzten Nerv rauben  ugs. · (jemanden) auf den Mond schießen (können)  ugs., fig.
  • fiepen · ↗jaulen · ↗wimmern · ↗winseln
  • bejammern · ↗klagen · ↗lamentieren · ↗wehklagen · ↗zetern  ●  ↗jammern  Hauptform · ↗barmen  geh., veraltend, regional, literarisch · ↗heulen  ugs. · ↗janke(r)n  ugs. · ↗raunzen  ugs., österr.
  • jedes Mal wieder · jedes Mal, wenn · jedes einzelne Mal
  • Kassenbereich · Kassenzone · Quengelzone  ●  Wartebereich an der Kasse  variabel
  • Tränen vergießen · ↗jammern · ↗schluchzen · ↗schreien (Baby) · ↗weinen (vor) · ↗wimmern  ●  ↗weinen (über)  Hauptform · (sich) ein Tränchen verdrücken  ugs. · ↗barmen  geh., poetisch · ↗bläken  ugs., abwertend, regional · das heulende Elend haben  ugs. · ↗flennen  ugs., regional · ↗greinen  ugs. · ↗heulen  ugs. · leise weinend (in der Ecke)  ugs., floskelhaft · ↗plieren  ugs. · ↗plinsen  ugs., norddeutsch · ↗plärren  ugs., abwertend, regional

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ente Frosch Schilf See Teich an grunzen laut leise los quieken schnattern zirpen zwitschern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›quaken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie quaken, sie hören andere quaken, aber sie haben keine gewöhnlichen Ohren.
Die Zeit, 02.09.2013 (online)
Er quakt vom frühen Morgen an, er quakt ganz herzbewegend.
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003
Die ferne Ente quakte noch einmal, dann ein drittes Mal, dann war es wieder still.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 240
Er quiekte und quakte wie ein grünes Schweinchen vor Vergnügen.
Bassewitz, Gerdt von: Peterchens Mondfahrt, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1991 [1900], S. 49
Einer allerdings flatterte, quakte und bewegte sich lustig wie ein Laternenfisch, und das war der Maler.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 62
Zitationshilfe
„quaken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/quaken>, abgerufen am 23.08.2019.

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