Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

quaken

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈkvaːkn̩]
Worttrennung qua-ken
Wortbildung  mit ›quaken‹ als Erstglied: Quaker  ·  mit ›quaken‹ als Letztglied: Gequak · Gequake

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ...
  2. 2. [umgangssprachlich, übertragen] mit monotoner, blecherner Stimme reden
eWDG

Bedeutungen

1.
Beispiele:
der Frosch, die Ente quakt (= lässt seine, ihre Stimme mehrmals kurz hintereinander ertönen)
die Enten quakten unaufhörlich auf dem Teich
im Morgengrauen hörte man das vielstimmige Quaken der Frösche
ein Froschtümpel quakte bis zum Morgen [ GrassBlechtrommel274]
2.
umgangssprachlich, übertragen mit monotoner, blecherner Stimme reden
Beispiele:
aus dem Radio, Telefonhörer ertönte eine quakende Stimme
[ein Auto] mit quakendem Lautsprecher: Reportage über Baseball [ FrischStiller236]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

quäken · Quäke
quäken Vb. ‘ein gepreßtes, klägliches Geschrei (auch Getön eines Musikinstruments) von sich geben’, in älterer Sprache auch quecken; seit dem 16. Jh. bezeugt. Wie quaken (s. d.), mit dem es gelegentlich bedeutungsgleich verwendet wird, ahmt es vornehmlich die Lautäußerungen bestimmter Lebewesen nach, z. B. das Weinen eines Kleinkindes in einer spezifischen Tonlage oder den Klagelaut des Hasen; daher Quäke f. akustisches Lockinstrument des Jägers für Fuchs und andere kleine Raubtiere durch Vortäuschung des Klagelauts des Hasen (19. Jh.). S. auch quieken.

quaken · quackeln · Quackelei
quaken Vb. ‘Töne in der Art von Fröschen, Enten u. ä. von sich geben’, älter auch quacken, iterativ quackeln Vb. ‘dummes Zeug treiben, reden schwatzen’ (15. Jh.). Als Nachahmung elementarer Tierlaute hat das seit dem 15. Jh. im Dt. bezeugte Verb zahlreiche Parallelen in anderen Sprachen, vgl. mnd. mnl. quāken, quacken, engl. to quack, russ. kvákat’ (квакать), lat. coaxāre. Eine wechselseitige Abhängigkeit muß nicht notwendig vorausgesetzt werden. Vgl. mnd. quack ‘unnützes Gerede’; im hd. Grenzgebiet zum Nd. quackeln ‘unverständlich, platt sprechen’. S. auch quäken, quieken. Quackelei f. ‘Geschwätz’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
herumjanken · janken · keine Ruhe geben  ●  (rum)knöttern  ugs., ruhrdt. · (rum)quaken  ugs. · herumquengeln  ugs. · quengeln  ugs., Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›quaken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›quaken‹.

Verwendungsbeispiele für ›quaken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie quaken, sie hören andere quaken, aber sie haben keine gewöhnlichen Ohren. [Die Zeit, 02.09.2013 (online)]
Er quakt vom frühen Morgen an, er quakt ganz herzbewegend. [Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003]
Sie quaken, sie hören andere quaken, aber sie haben keine gewöhnlichen Ohren. [Die Zeit, 02.09.2013 (online)]
Er quakt vom frühen Morgen an, er quakt ganz herzbewegend. [Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003]
Er quakte nachts so laut, dass sich sämtliche Nachbarn beschwert haben. [Bild, 16.05.2001]
Zitationshilfe
„quaken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/quaken>.

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