qualmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungqual-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›qualmen‹ als Letztglied: ↗verqualmen · ↗vollqualmen · ↗weiterqualmen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
etw. qualmtetw. stößt Qualm aus
Beispiele:
der Schornstein, die Lokomotive, Kerze, Petroleumlampe, Fabrik, Pfeife, Zigarre, der Ofen, Dampfer qualmt
eine qualmende Fackel
qualmende Fabrikschlote
salopp er qualmt wie ein Schlot (= er ist ein starker Raucher)
bildlich
Beispiel:
wenn du das nicht machst, dann qualmt's! (= dann gibt es böse Worte, Prügel!)
2.
salopp jmd. qualmtjmd. raucht stark, häufig
Beispiele:
er qualmt ununterbrochen
die Männer qualmten alle
er qualmte aus einer Pfeife
eine Zigarre, seine Pfeife, Tabak qualmen
sie qualmt den ganzen Tag Zigaretten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Qualm · qualmen · qualmig
Qualm m. ‘in dichten Schwaden aufwallender Rauch’, ein nd. Wort, seit dem 16. Jh. im Hd. Mnd. quallem ‘Dampf, Rauch’, nl. (aus dem Dt.) kwalm, mit m-Suffix im Sinne von ‘Hervorquellendes’ wohl zu mnd. quellen ‘(auf)quellen, dünn, locker werden, aufwallen vor Zorn, Schmerz’ (s. ↗quellen). qualmen Vb. ‘rauchen, Rauchschwaden bilden’, dann auch ‘übermäßig Tabak rauchen’ (17. Jh.). qualmig Adj. älter qualmicht ‘raucherfüllt, rauchig’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) eine Zigarette anstecken · ↗rauchen · ↗schmauchen  ●  (sich) eine anstecken  ugs. · (sich) eine rauchen gehen  ugs. · eine (Zigarette) durchziehen  ugs. · ↗paffen  ugs. · qualmen  ugs. · ↗quarzen  ugs. · ↗schmöken  ugs., norddeutsch
Assoziationen
Synonymgruppe
qualmen · ↗rußen · ↗schwelen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aschenbecher Auspuff Fabrikschlot Festzelt Kamin Nebenraum Pfeife Raucher Reifen Ritze Räucherofen Räucherstäbchen Schachtel Schlot Schornstein Socke Socken Sohle Weihrauch Zigarette Zigarre dampfen fauchen hinqualmen lodern quietschen stinken vollqualmen weiterqualmen zischen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›qualmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Köpfe der Teilnehmer qualmen, aber sie wollen da durch.
Süddeutsche Zeitung, 03.08.2004
Meist qualmen dabei die Reifen, aber was macht das schon.
Die Zeit, 24.07.1970, Nr. 30
Die qualmte im Aschenbecher weiter, sie traute sich nicht, sie endgültig auszudrücken.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 104
Vor dem bis zur Decke reichenden Fenster qualmt ein großer Schornstein.
Goote, Thor [d.i. Langsdorff, Werner von]: Die Fahne Hoch!, Berlin: Zeitgeschichte-Verlag 1933 [1933], S. 129
Er trank sein Glas aus und qualmte beruhigt aus seiner Zigarre.
Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964
Zitationshilfe
„qualmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/qualmen>, abgerufen am 15.10.2019.

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