quietistisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungqui-etis-tisch · quie-tis-tisch (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

inaktiv, weltabgewandt
Beispiele:
er lebt in quietistischer Beschaulichkeit
Je skeptischer und quietistischer Markus sich gibt [Feuchtw.Oppermann92]
sein immer vorhandener Hang zur quietistischen Einsamkeit [G. Hauptm.2,371]

Typische Verbindungen zu ›quietistisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›quietistisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›quietistisch‹

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D. und seine welschschweizerischen Anhänger sind die letzten Vertreter dieses spezifisch quietistischen Gedankenguts.
Voeltzel, R.: Dutoit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 21705
Er wendet sich zum einen gegen ein quietistisches, apolitisches Verhältnis zur bürgerlichen Freiheit.
Die Zeit, 14.11.1997, Nr. 47
Sistanis Politik entspricht der traditionell quietistischen Haltung der schiitischen Hierarchie im Irak.
Süddeutsche Zeitung, 06.04.2004
In Italien vor allem hatte sich seit etwa der Mitte des Jahrhunderts eine quietistische Richtung verbreitet.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2729
Die Schiiten sind offenbar doch nicht so friedfertig und quietistisch, wie man sich das in den kühnen Träumen von der arabischen Demokratie erhofft hatte.
Die Welt, 17.11.2005
Zitationshilfe
„quietistisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/quietistisch>, abgerufen am 02.04.2020.

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