röcheln

GrammatikVerb
Worttrennungrö-cheln
eWDG, 1974

Bedeutung

rasselnd, stöhnend, schnarchend atmen
Beispiele:
der Schwerkranke lag röchelnd in seinem Bett
das Röcheln der Sterbenden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

röcheln Vb. ‘rasselnd, stöhnend atmen’, mhd. rücheln, rühelen, auch ‘wiehern, brüllen’, ist wie mnl. rochelen ‘brüllen, schreien’, nl. ‘röcheln’ eine Iterativbildung zu einem in ahd. rohōn ‘brüllen, grunzen’ (9. Jh.), mhd. rohen, ruohen ‘brüllen, grunzen, lärmen’ belegten (im Nhd. untergegangenen) Verb lautnachahmenden Ursprungs. Außergerm. stehen nahe lit. rū́kti ‘brüllen’, lett. rūkt ‘brüllen, brausen, tosen’, russ. rykát’ (рыкать) ‘brüllen, grunzen’, so daß eine Gutturalerweiterung ie. *reuk- zu einer Schallwurzel ie. *reu-, *rēu-, *rū̌- ‘brüllen, heisere Laute ausstoßen’ und (im Hinblick auf das Germ.) ‘brummen, murren, dumpfe Laute von sich geben’ (wozu auch ↗raunen, ↗Rune und vielleicht ↗Rost, s. d.) angesetzt werden kann.

Thesaurus

Synonymgruppe
hecheln · heftig atmen · ↗keuchen · nach Atem ringen · nach Luft ringen · röcheln · ↗schnauben · ↗schnaufen  ●  ↗japsen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atem Blut Kaffeemaschine Luft Motor aus ausröcheln bluten brüllen flüstern gurgeln heiser hin husten keuchen kreischen leise noch plötzlich ringen röhren schnaufen schreien singen spucken stöhnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›röcheln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch plötzlich zuckt der eben noch mopsfidele Mann zusammen, röchelt noch einmal und fällt dann tot um.
Bild, 03.04.2003
Allmählich geht ihm dabei die Luft aus, und er röchelt nur noch so vor sich hin.
Die Zeit, 12.03.1993, Nr. 11
Und furchtbar, furchtbar rasselt und röchelt noch das Tier auf der Bank.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 147
Sie hustete röchelnd und zündete sich eine neue Zigarette an.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 611
Dietrich riß die Augen auf, sie fielen sofort wieder zu, er röchelte einmal und schlief weiter.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 94
Zitationshilfe
„röcheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/röcheln>, abgerufen am 21.11.2019.

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