Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

rübermachen

Grammatik Verb
Worttrennung rü-ber-ma-chen
Wortzerlegung rüber- machen
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich an einen Ort jenseits einer Grenze o. Ä. reisen, besonders früher aus der DDR in die Bundesrepublik überwechseln

Thesaurus

Synonymgruppe
aus der DDR flüchten  ●  rübermachen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (sein) Bündel schnüren  fig. · mit unbekanntem Ziel verreisen  variabel, ironisch · (das) Weite suchen  ugs. · (das) sinkende Schiff verlassen  ugs., fig. · (den) Abgang machen  ugs. · (den) Adler machen  ugs. · (den) Sittich machen  ugs. · (die) Biege machen  ugs. · (die) Flatter machen  ugs. · (die) Fliege machen  ugs. · (die) Flocke machen  ugs. · (die) Kurve kratzen  ugs. · (einen) Abgang machen  ugs. · (einen) flotten Schuh machen  ugs. · (einen) langen Schuh machen  ugs. · (sich) aus dem Staub machen  ugs. · (sich) vom Acker machen  ugs. · Leine ziehen  ugs., salopp · in die Ferne schweifen  geh.

Verwendungsbeispiele für ›rübermachen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele von ihnen mußten deswegen aufgeben und in die Politik rübermachen. [Süddeutsche Zeitung, 01.09.1995]
Vielleicht hätten die ersten Fans schon vom Westen aus rübergemacht. [Die Zeit, 27.08.1998, Nr. 36]
Kurz nachdem er rübergemacht hatte, war Joachim Kühn bereits ein Star. [Süddeutsche Zeitung, 05.12.2002]
Nach Golles Berechnungen machten zwischen 270000 und 360000 Unternehmen rüber. [Süddeutsche Zeitung, 24.06.2002]
Aber er war noch verliebt und so weiter, und als er dann endlich rübermachte, war die Krähe tot. [Die Zeit, 25.12.1995, Nr. 52]
Zitationshilfe
„rübermachen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/r%C3%BCbermachen>.

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