rüffeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung rüf-feln
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn. scharf zurechtweisen, streng tadeln
Beispiele:
jmdn. gehörig rüffeln
der Junge wurde wegen seines Leichtsinns vom Vater gerüffelt
sie solle ihren Bruder wegen seiner ›Verschwendung‹ rüffeln [ St. ZweigBalzac38]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rüffel · rüffeln
Rüffel m. ‘Verweis, Rüge, Tadel’, rückgebildet (Mitte 19. Jh.) aus rüffeln Vb. ‘scharf zurechtweisen, streng tadeln’ (md. rieffeln 1. Hälfte 18. Jh., riffeln Adelung, in der heutigen Form seit Lessing), das wohl zu nhd.riffeln ‘durch die Riffel, den Flachskamm ziehen, durchhecheln’ (s. d.) zu stellen ist, wobei sich unter dem Einfluß von nd. Ruffel ‘Rauhhobel’ zunächst der Sinn ‘hobeln, glätten’ entwickelt haben kann.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) die Leviten lesen · (jemandem) eine harte Rückmeldung geben · ↗(jemandem) heimleuchten · ↗ausschelten · ↗ausschimpfen · ↗ermahnen · rüffeln · ↗rügen · scharf kritisieren · ↗schelten · ↗verwarnen · zur Ordnung rufen · ↗zurechtweisen  ●  (jemandem etwas) ins Stammbuch schreiben  fig. · (jemandem) einen Verweis erteilen  Amtsdeutsch · ↗tadeln  Hauptform · (jemandem) Bescheid stoßen  ugs. · (jemandem) aufs Dach steigen  ugs., fig. · (jemandem) den Arsch aufreißen  derb · (jemandem) den Kopf waschen  ugs., fig. · (jemandem) den Marsch blasen  ugs., veraltend · (jemandem) deutlich die Meinung sagen  ugs. · (jemandem) die Flötentöne beibringen  ugs., fig. · (jemandem) die Hammelbeine langziehen  ugs., fig. · (jemandem) die Meinung geigen  ugs. · (jemandem) die Schuhe aufpumpen  ugs., fig. · (jemandem) eine (deutliche) Ansage machen  ugs. · (jemandem) eine (dicke) Zigarre verpassen (möglicherweise veraltend)  ugs. · (jemandem) eins auf den Deckel geben  ugs. · (jemandem) zeigen, wo der Frosch die Locken hat  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo der Hammer hängt  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo es langgeht  ugs., fig. · (jemanden) Mores lehren  geh. · (jemanden) auf Linie bringen  ugs. · (jemanden) auf Vordermann bringen  ugs., fig. · (jemanden) frisch machen  ugs., fig. · ↗(jemanden) lang machen  ugs. · ↗(jemanden) zusammenfalten  ugs. · ↗(sich jemanden) vorknöpfen  ugs. · ↗abmahnen  fachspr., juristisch · admonieren  geh., veraltet · ↗zurechtstutzen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
rüffeln · ↗schelten · ↗schimpfen · ↗tadeln  ●  jemandem etwas geigen  ugs.
Assoziationen
  • jemanden scharf rügen · jemanden streng behandeln  ●  jemanden zur Minna machen  ugs.
Synonymgruppe
anherrschen · ↗anschnauzen · ↗ausschelten · ↗ausschimpfen · ↗beschimpfen · rüffeln · scharf kritisieren  ●  (jemandem) den Kopf abreißen  fig. · ↗(scharf) zurechtweisen  Hauptform · (jemandem) seine Meinung geigen  ugs. · (jemanden) in den Senkel stellen  ugs. · ↗abwatschen  ugs. · ↗anblasen  ugs. · ↗anfahren  ugs. · ↗angiften  ugs. · ↗anmeckern  ugs. · ↗anpfeifen  ugs. · ↗anpflaumen  ugs. · ↗anranzen  ugs. · ↗anraunzen  ugs. · ↗auseinandernehmen  ugs. · die Leviten lesen  ugs., fig. · ↗fertigmachen  ugs. · rummeckern (an jemandem)  ugs. · rundmachen  ugs. · zur Minna machen  ugs., veraltend · zur Sau machen  ugs. · zur Schnecke machen  ugs., fig. · ↗zusammenfalten  ugs., fig. · ↗zusammenscheißen  derb
Assoziationen
  • (jemandem etwas) nicht durchgehen lassen · zur Rechenschaft ziehen  ●  ↗(sich jemanden) vornehmen  Hauptform · ↗(sich jemanden) greifen  ugs. · ↗(sich jemanden) kaufen  ugs., veraltend · ↗(sich jemanden) vorknöpfen  ugs. · (sich jemanden) zum Geburtstag schenken  ugs. · (sich jemanden) zur Brust nehmen  ugs.
  • anbelfern · ↗anbellen · ↗anblaffen · ↗anblaffen · ↗anbrüllen · ↗andonnern · ↗anfahren · ↗ankläffen · ↗anraunzen · ↗anschnauzen · ↗anschreien
  • (etwas) persönlich meinen · (jemanden) persönlich angreifen · persönlich werden · unsachlich werden
  • (jemandem) die Leviten lesen · (jemandem) eine harte Rückmeldung geben · ↗(jemandem) heimleuchten · ↗ausschelten · ↗ausschimpfen · ↗ermahnen · rüffeln · ↗rügen · scharf kritisieren · ↗schelten · ↗verwarnen · zur Ordnung rufen · ↗zurechtweisen  ●  (jemandem etwas) ins Stammbuch schreiben  fig. · (jemandem) einen Verweis erteilen  Amtsdeutsch · ↗tadeln  Hauptform · (jemandem) Bescheid stoßen  ugs. · (jemandem) aufs Dach steigen  ugs., fig. · (jemandem) den Arsch aufreißen  derb · (jemandem) den Kopf waschen  ugs., fig. · (jemandem) den Marsch blasen  ugs., veraltend · (jemandem) deutlich die Meinung sagen  ugs. · (jemandem) die Flötentöne beibringen  ugs., fig. · (jemandem) die Hammelbeine langziehen  ugs., fig. · (jemandem) die Meinung geigen  ugs. · (jemandem) die Schuhe aufpumpen  ugs., fig. · (jemandem) eine (deutliche) Ansage machen  ugs. · (jemandem) eine (dicke) Zigarre verpassen (möglicherweise veraltend)  ugs. · (jemandem) eins auf den Deckel geben  ugs. · (jemandem) zeigen, wo der Frosch die Locken hat  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo der Hammer hängt  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo es langgeht  ugs., fig. · (jemanden) Mores lehren  geh. · (jemanden) auf Linie bringen  ugs. · (jemanden) auf Vordermann bringen  ugs., fig. · (jemanden) frisch machen  ugs., fig. · ↗(jemanden) lang machen  ugs. · ↗(jemanden) zusammenfalten  ugs. · ↗(sich jemanden) vorknöpfen  ugs. · ↗abmahnen  fachspr., juristisch · admonieren  geh., veraltet · ↗zurechtstutzen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs., fig.
  • (einen) Verweis erhalten · (etwas) über sich ergehen lassen müssen · (sich von jemandem) die Leviten lesen lassen · (sich) (einiges) Unangenehmes sagen lassen müssen · (sich) Kritik gefallen lassen müssen · (sich) einiges (Unangenehmes) anhören müssen · (sich) unfreundliche Worte anhören müssen · ausgescholten werden · gerügt werden · verwarnt werden · von jemandem die Leviten gelesen bekommen · zur Ordnung gerufen werden · zurechtgewiesen werden  ●  (einen) eingestielt bekommen  ugs., salopp · (von jemandem) etwas zu hören bekommen  ugs. · eins auf den Deckel kriegen  ugs. · zur Sau gemacht werden  derb
  • (sich) angiften · ↗(sich) ankeifen · (sich) bekeifen
  • Ironiker · ↗Sarkast · ↗Satiriker · ↗Spottdrossel · ↗Spottvogel · ↗Spötter · Zyniker
  • abkanzeln · ↗ausschimpfen · ↗beleidigen · ↗entwerten · ↗entwürdigen · ↗herabsetzen · ↗herabwürdigen · ↗niedermachen  ●  ↗abqualifizieren  ugs. · absauen  derb · ↗anmachen  ugs. · ↗anmotzen  ugs. · anpampen  ugs. · ↗anpöbeln  ugs. · ↗diffamieren  geh. · ↗heruntermachen  ugs. · ↗herunterputzen  ugs. · ↗schimpfen  ugs. · zur Sau machen  derb, fig. · zur Schnecke machen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›rüffeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rüffeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›rüffeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So schlecht seien die Chancen doch nicht, rüffelte sie den Kanzler.
Der Tagesspiegel, 24.05.2004
Mit einer Missbilligung kann das Parlament öffentlich das Handeln eines Ministers rüffeln.
Die Zeit, 04.06.2013 (online)
Der Kanzler rüffelte zwar seinen Minister dafür, die Arbeitnehmer erneut verärgert zu haben.
Süddeutsche Zeitung, 20.06.2003
Der Kanzler rüffelte die britische Presse für ihre scharfe Reaktion auf die BMW-Pläne.
Die Welt, 27.03.2000
Zu teuer, zu unpünktlich und zu unhöflich rüffelte sie Gerhard Grambow.
Bild, 12.05.2001
Zitationshilfe
„rüffeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/r%C3%BCffeln>, abgerufen am 23.01.2021.

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