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rahmen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung rah-men
GrundformRahmen
Wortbildung  mit ›rahmen‹ als Erstglied: Rahmung  ·  mit ›rahmen‹ als Letztglied: einrahmen · umrahmen  ·  formal verwandt mit: goldgerahmt

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ⟨ein Bild rahmen⟩ ein Bild mit einem Rahmen versehen
  2. 2. [gehoben] ⟨etw. rahmt etw.⟩ etw. umgibt etw.
eWDG

Bedeutungen

1.
ein Bild rahmenein Bild mit einem Rahmen versehen
Beispiele:
ein Porträt, Foto rahmen
er hat sich [Dativ] diese Reproduktion, Zeichnung rahmen lassen
eine dunkel, hell gerahmte Radierung
das alte Gemälde ist in Gold gerahmt
2.
gehoben etw. rahmt etw.etw. umgibt etw.
Beispiele:
dunkles Haar rahmt ihr Gesicht
diese Straße wird von Bäumen, kleinen Häusern gerahmt
Er … kam an einen halbrunden Platz, der von Säulenbauten gerahmt war [ G. HartlaubGroßer Wagen58]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rahmen · rahmen · einrahmen · umrahmen
Rahmen m. ‘festgefügtes Gestell’, (vgl. Bilder-, Fenster-, Tür-, Webrahmen), ‘Gestell der Kraftwagen (Chassis) und Fahrräder’, übertragen ‘Umwelt, Umgrenzung, Umgebung, Hintergrund, Gesamtzusammenhang, in den einzelnes sich einfügt’, ahd. rama f. (um 1000), mhd. ram(e) f. ‘Stütze, Säule, Gestell, Web-, Stickrahmen’, mnd. mnl. rāme m., nl. raam n., Herkunft unsicher. Vielleicht verwandt mit Rand (s. d.) und (als to-Ableitung?) Ranft ‘Brotkanten’ (s. d.), ahd. ramft (9. Jh.), mhd. ranft, ramft ‘Einfassung, Rand’, sowie mit got. rimis ‘Ruhe’ und außergerm. mit aind. rámatē ‘beruhigt, läßt ruhen, steht still, rastet, weilt, ergötzt sich’, rambhá- ‘Stab, Stütze’, griech. ēréma (ἠρέμα) ‘leise, still, ruhig’, lit. rãmas ‘Ruhe’, rìmti ‘ruhig werden’, rem̃ti ‘stützen’, ram̃tis ‘Stütze’. Dann wäre Anschluß an die Wurzel ie. *rem(ə)- ‘ruhen, sich aufstützen, stützen’ möglich. Anders Schüwer in: Jb. d. Vereins f. nd. Sprachforsch. 104 (1981/82) 82 ff., der im Anschluß an Heinertz in: Moderna Språk 48 (1954) 229 ff. die im Ahd. und Mhd. auftretende Bedeutung ‘Stütze, Säule’ für sekundär hält und auf Grund von engl. (aus dem Afrz.) frame ‘Rahmen, Gestell, Gebälk’ (und wohl auch asächs. hrama ‘Gestell’) h-Anlaut für das Germ. annimmt, also germ. *hramō f. bzw. *hraman- m. ‘Lattengestell, Umzäunung, Flechtwerk’ voraussetzt (einem anfrk. *hrama folgt nach FEW 16, 235 f. als Entlehnung afrz. raime ‘Stange zum Aufhängen von Kleidung’, frz. rame ‘Gestell zum Spannen von Textilien’). Als Verwandte werden angeführt aengl. hremman ‘einengen, behindern’, anord. hremma ‘fassen, klemmen, drücken’, got. hramjan ‘kreuzigen’ (d. i. ‘an ein Gestell heften’), russ. (landschaftlich) krómy (кромы) Plur. ‘Webstuhl’, so daß von ie. *krem-, *krom- ‘Gestell aus Latten, hölzerne Umzäunung’ ausgegangen werden kann. Schüwer verbindet damit auch als Labialerweiterung Rumpf (s. d.) und schließt den Komplex an die unter rümpfen (s. d.) genannte Wurzel an. Im Deutschen lange Zeit mit unterschiedlichem Genus, vgl. ahd. rama f., mhd. ram(e) f. und als schwaches Mask. mhd. (md.) rame, mnd. rāme; danach nhd. die Rahm(e) und der Rahme, seit Adelung allgemein der Rahmen. – rahmen Vb. ‘mit einem Rahmen versehen’ (um 1800); dazu einrahmen Vb. umrahmen Vb. (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›rahmen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rahmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›rahmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Schatten, gerahmt von dem schwachen Licht des offenen Fensters, tauchte auf. [Die Zeit, 26.03.1976, Nr. 14]
Die Kosten für solch einen Check halten sich im Rahmen. [Süddeutsche Zeitung, 19.05.2001]
Ohne mir etwas davon zu sagen, hatte meine Mutter es fachmännisch aufziehen und rahmen lassen. [Die Welt, 08.11.2003]
Er rahmte ihre Bilder und fing selber an zu malen. [Die Zeit, 19.10.1979, Nr. 43]
Es hat nämlich keiner vor, sein kleines, kostbares, farbiges Dia zu rahmen, um es später wieder herauszureißen. [Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 241]
Zitationshilfe
„rahmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rahmen#1>.

Weitere Informationen …

rahmen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung rah-men
GrundformRahm
Wortbildung  mit ›rahmen‹ als Letztglied: abrahmen
eWDG

Bedeutung

Beispiel:
die Milch rahmen (= entrahmen)

Typische Verbindungen zu ›rahmen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rahmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›rahmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Schatten, gerahmt von dem schwachen Licht des offenen Fensters, tauchte auf. [Die Zeit, 26.03.1976, Nr. 14]
Die Kosten für solch einen Check halten sich im Rahmen. [Süddeutsche Zeitung, 19.05.2001]
Ohne mir etwas davon zu sagen, hatte meine Mutter es fachmännisch aufziehen und rahmen lassen. [Die Welt, 08.11.2003]
Er rahmte ihre Bilder und fing selber an zu malen. [Die Zeit, 19.10.1979, Nr. 43]
Es hat nämlich keiner vor, sein kleines, kostbares, farbiges Dia zu rahmen, um es später wieder herauszureißen. [Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 241]
Zitationshilfe
„rahmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rahmen#2>.

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