rammen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungram-men
Wortbildung mit ›rammen‹ als Erstglied: ↗Rammbock · ↗Rammbär · ↗Rammklotz · ↗Rammpfahl · ↗Rammschädel · ↗rammdösig
 ·  mit ›rammen‹ als Letztglied: ↗aufeinanderrammen · ↗einrammen · ↗festrammen · ↗hineinrammen · ↗zusammenrammen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
etw. in etw. rammenetw. tief und fest (mit der Ramme) in den Boden treiben, stoßen
Beispiele:
Stangen, Stöcke, Rohre, Bohlen in die Erde rammen
Ein Pfahl galt für die Bauleitung ... als richtig gerammt, wenn er bis zu einer bestimmten Länge aus dem Eise aufragte [WelkHoher Befehl477]
2.
ein Fahrzeug durch (absichtlichen) Zusammenstoß beschädigen
Beispiele:
ehe er stoppen konnte, rammte er den vor ihm fahrenden Personenwagen
der Omnibus wurde von einer Lokomotive, das Feuerschiff von einem Tanker gerammt
mehrere Verletzte gab es, als zwei Züge einander, sich rammten
jmdn. rammenjmdn. durch (absichtlichen) Zusammenstoß verletzen
Beispiel:
Am Neste selbst ist er [der Stichling] ein Berserker, der sogar die menschliche Hand todesmutig rammt [K. LorenzEr redete30]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ramme · rammen
Ramme f. Gerät zum Feststampfen von lockerem Boden, zum Einschlagen von Pfählen, ‘Fallklotz, -hammer’, ahd. ramma (9./10. Jh.), spätmhd. ramme. Zugrunde liegt ein (im Nhd. untergegangener) westgerm. Name für ‘Widder, Schafbock’, ahd. ram (8. Jh.), rammo (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. engl. ram, aengl. ram(m). Nhd. Ramm und verdeutlichendes Rammbock ‘Widder’ verschwinden im 16. Jh. aus der Literatursprache. Übertragenen Gebrauch im Sinne von ‘Fallhammer, Rammbug’, ausgehend von der Vorstellung eines mit gesenktem Kopf gegen etw. anrennenden Widders, zeigen nl. engl. ram sowie das in Analogie zu anderen Bezeichnungen für Geräte und Werkzeuge zum Femininum umgebildete Ramme. Die Herkunft des Tiernamens ist unbekannt. Unsicher, ob als ‘starkes’ oder ‘scharf riechendes Tier’ zu anord. ram(m)r ‘kräftig, scharf, bitter’. rammen Vb. ‘(mit der Ramme) in den Boden treiben, (absichtlich) heftig stoßen (und dabei verletzen, beschädigen)’, mhd. rammen ‘mit dem Mauerbrecher stoßen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
auffahren · rammen
Synonymgruppe
einrammen · ↗festrammen · rammen · ↗stauchen · ↗stoßen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auto Autofahrer Bauch Betrunkener Brust Eisberg Ellbogen Ellenbogen Fels Frachter Hals Klinge Küchenmesser Laster Lastwagen Lkw Messer Pfahl Pkw Polizeiauto Polizeiwagen Reisebus Rücken Streifenwagen Unterleib Wagen Wucht einrammen frontal schleudern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rammen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es waren nur wenige Meter, doch er rammte einen geparkten Opel.
Bild, 11.12.2001
Da rammten sie ihn immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand.
Der Tagesspiegel, 03.04.2000
Ein betrunkener Affe konnte ihm aus reiner Lust das Eisen in den Rücken gerammt haben.
Arjouni, Jakob: Happy birthday, Türke!, Zürich: Diogenes 1987 [1985], S. 0
Der Wagen prallte gegen einen Baum und rammte sich fest.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 466
Ich rechnete damit, daß jemand ein Messer ziehen würde, um es mir in den Rücken zu rammen.
Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 26
Zitationshilfe
„rammen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rammen>, abgerufen am 15.10.2019.

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