rangeln

GrammatikVerb · reflexiv
Aussprache
Worttrennungran-geln
Wortbildung mit ›rangeln‹ als Grundform: ↗Gerangel
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich, umgangssprachlich
1.
sich balgen, raufen
Beispiel:
So rangelten sie sich hin und her [Hausm.Abel245]
2.
sich behaglich dehnen und strecken, sich wälzen, herumwälzen
Beispiel:
sich auf dem Fußboden, auf der Couch rangeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Range1 · rangeln
Range1 f. m. ‘ungebärdiges, äußerst lebhaftes, übermütiges Kind, Wildfang’. Frühnhd. (omd.) und mnd. (heute landschaftlich nur noch vereinzelt) bezeichnet Range f. eine ‘läufige (d. i. in der Brunstzeit hin und her laufende) Sau’, zu jetzt nicht mehr gebräuchlichem rangen, mhd. rangen ‘sich hin und her bewegen, mit Begierde streben’, mnd. (w)rangen ‘ringen, kämpfen’ (s. ↗wringen). Seit Ende des 15. Jhs. als Scheltwort, später abgeschwächt (in Unkenntnis der alten Bedeutung) ‘unbändiger Bube, Schlingel’. Iterativbildung zu rangen ist rangeln Vb. ‘sich balgen, raufen’, reflexiv auch ‘sich dehnen, herumwälzen’ (18. Jh., vereinzelt bereits mnd. rangelen ‘ringen’) mit den jungen Ableitungen Rangelei, Gerangel (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) balgen · ↗(sich) schlagen · ↗balgen · ↗herumbalgen · ↗kämpfen · rangeln · ↗raufen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anbieter Auftrag Ausgangsposition Ball Bewerber Demonstrant Dutzend Einfluß Fotograf Gunst Interessent Kameramann Kompetenz Kulisse Kundschaft Macht Marktanteil Nachfolge Platz Post Sender Spieler Startplatz Vorherrschaft dahinter darum heftig miteinander schubsen untereinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rangeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um des nationalen Prestiges willen rangelt jeder allein um seine Quote.
Die Zeit, 27.04.2006, Nr. 18
Um eine freie Stelle rangeln sich heute bis zu 70 habilitierte Bewerber.
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2004
Um die neun Fellowships rangeln sich schon jetzt die Journalisten.
o. A.: 10 Monate Bedenkzeit. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1999]
Sie rangeln miteinander um die vordersten Plätze, in verbissenem Schweigen.
o. A.: Der ewige Kampf gegen Hunger. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]
Ältere Kinder rangeln auf den Straßen um ein wenig Geld oder etwas zu essen.
Die Welt, 04.12.2003
Zitationshilfe
„rangeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rangeln>, abgerufen am 17.09.2019.

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