rank

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Wortbildung mit ›rank‹ als Grundform: ↗Rankheit
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben schlank, gelenkig, geschmeidig
Beispiele:
das ranke Mädchen
ein schmucker, ranker Bursche
eine ranke Gestalt
der Leib geschmeidig und rank wie der einer Achtzehnjährigen [RehfischHexen243]
rank und schlank
Beispiel:
das Mädchen, der Junge war rank und schlank gewachsen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rank Adj. ‘schlank, gelenkig, geschmeidig’, heute fast nur noch in der Formel rank und schlank. Mit dem im 17. Jh. aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommenen Adjektiv (im Obd. fehlend) mnd. rank ‘lang und dünn, gerade, schlank’ sind verwandt mnl. ranc, nl. rank ‘schlank, dünn’, aengl. ranc ‘gerade, stolz, kühn, tapfer, edel, prächtig, erwachsen, reif’, engl. rank ‘stark wachsend, üppig, furchtbar’, anord. rakkr (aus *rank-) ‘gerade’ (germ. *ranka- ‘aufgerichtet’) sowie (ablautend) ahd. (h)rinc (9. Jh.), asächs. rink, aengl. rinc, anord. rekkr ‘Mann, Krieger’; außergerm. vergleichen sich aind. rñjáti (neben *ŕjyati) ‘streckt sich, eilt’, lit. rąžýti, ablautend rę́žti ‘recken, strecken’ Sie gehören sämtlich mit n-Infix zu der unter ↗recht (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *reĝ- ‘gerade, geraderichten, lenken, recken, strecken, aufrichten’.

Thesaurus

Synonymgruppe
gertenschlank · rank und schlank · ↗schlank · schlank wie eine Gerte · schlank wie eine Tanne · ↗superschlank  ●  rank  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gestalt Jüngling Körper Leib Weltgeschichte schlank

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rank‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was das genau ist und wozu das nützt, so Rank, habe bislang niemand wirklich begriffen.
Süddeutsche Zeitung, 30.09.2002
Schlank und rank, so beteuerte sie, sei sie heute immer noch.
Die Zeit, 06.09.1974, Nr. 37
Er hatte das Glück, für Rankes Seminar zwei umfangreichere Arbeiten zu liefern und die Zufriedenheit des großen Lehrers als Lohn zu empfangen.
Christ, Karl: Jacob Burckhardt. In: o. A. (Hg.), Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1972], S. 119
Der großartigste Kommentar zu dieser Situation ist Rankes Essay über die »Großen Mächte« von 1833, seine brillante Konzeption der politischen Geschichte der modernen Welt.
Nürnberger, Richard: Das Zeitalter der französischen Revolution und Napoleons. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 16230
Vor allem hatte auch schon Karl dem Großen, nach Rankes Ausdruck, die Hälfte aller Macht, die Seemacht gefehlt.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Dritter Teil: Das Mittelalter, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1923], S. 27974
Zitationshilfe
„rank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rank>, abgerufen am 18.06.2019.

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