rasch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Wortbildung  mit ›rasch‹ als Erstglied: ↗raschfüßig · ↗raschlebig  ·  mit ›rasch‹ als Grundform: ↗Raschheit
eWDG

Bedeutung

schnell, geschwind
Beispiele:
eine rasche (Hand)bewegung, Auffassungsgabe, Reaktionsfähigkeit
ein rascher Einfall, Entschluss, Aufbruch, ein rasches Ende
in raschem Tempo, Schritt, in rascher Fahrt
so rasch wie möglich
umgangssprachlichmach rasch! (= beeile dich!)
umgangssprachlichein bisschen rasch, bitte!
umgangssprachlichalso rasch ans Werk!
umgangssprachlichgeh mal rasch nach Haus!
rasch fahren, laufen, aufspringen, zur Seite treten
rasch essen, trinken, arbeiten
sich rasch ankleiden, zurückziehen
etw. rasch erfassen, vergessen, erledigen
(mit etw.) rasch bei der Sache sein
einen raschen Blick in etw. tun
eine rasche Zunge haben (= schnell und viel, übereilt, voreilig reden)
umgangssprachlichein rasches Mundwerk haben (= schnell und viel, übereilt, voreilig reden)
eine rasche Antwort geben (= schnell, voreilig antworten)
gehobener ging raschen Schrittes nach Hause
die Ereignisse überstürzten sich in rascher Folge
ich bin rascher damit fertig geworden als ich dachte
ich koche rasch einen Kaffee
wie rasch eigentlich die Zeit vergeht!
er ... hatte ein rasches Auge für Menschen und Dinge und zog seine Schlüsse [ Feuchtw.Narrenweisheit112]
Rasch tritt der Tod den Menschen an [ SchillerTellIV 3]
raschestso bald wie möglich
Beispiel:
die Bücher werden raschest von der Buchhandlung geliefert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rasch Adj. ‘schnell, geschwind’, ahd. reski (10. Jh., rasco Adv., 9. Jh.), mhd. rasch, resche ‘schnell, hurtig, gewandt, kräftig’, mnd. mnl. rasch, ras, nl. ras ‘rasch, schnell, geschwind’, mengl. rasch, engl. rash ‘hurtig, übereilt’ setzen germ. *raþska- bzw. einen abgeleiteten ja-Stamm, anord. rǫskr ‘tüchtig, tapfer’ dagegen germ. *raþskwa- voraus, wobei vor ableitendem -sk- der Dental des Wurzelauslauts schwindet. Herkunft ungesichert. Zieht man bei Annahme eines Anlauts germ. wr- und einer Entwicklung von inlautendem þ aus ð got. gawrisqan ‘Frucht bringen’ heran und vergleicht anord. rǫskvast ‘wachsen, reifen’ sowie (außergerm.) aind. várdhati ‘vermehrt, vergrößert, kräftigt’, griech. orthós (ὀρθός) ‘aufrecht, aufgerichtet, geradestehend, recht, richtig’, aslaw. roditi, russ. rodít’ (родить) ‘gebären, hervorbringen, erschaffen’, so wäre Anschluß an ie. *u̯erdh-, *u̯redh- ‘wachsen, steigen, hoch’ möglich. Stellt man dagegen das Adjektiv als Ableitung zu den unter ↗gerade2 (s. d.) behandelten Wortformen, so müßte von germ. *hraþsk- ausgegangen werden, für dessen anlautendes h- die oben genannten Formen jedoch keinen Anhaltspunkt bieten. Von rasch abgeleitet ist überraschen (s. ↗über).

Thesaurus

Synonymgruppe
Zeit sparend · ↗behänd(e) · ↗eilig · ↗flink · ↗flott · ↗flugs · ↗hurtig · ↗munter · ↗rapid · ↗rapide · rasch · ↗schleunig · unerwartet schnell · ↗zeitsparend · ↗zügig  ●  ↗geschwind  veraltend · ↗schnell  Hauptform · ↗speditiv  schweiz. · ↗zeitnah  Jargon, floskelhaft · ↗dalli  ugs. · ↗eilends  geh. · ↗fix  ugs. · ↗hopphopp  ugs. · in lebhafter Fortbewegungsweise  ugs., ironisch · mit Karacho  ugs. · mit Schmackes  ugs., regional · mit einem Wuppdich  ugs. · ↗subito  ugs. · ↗umgehend  geh., kaufmännisch, Schriftsprache · ↗zackig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
flüchtig · ↗kursorisch · nicht dauerhaft · rasch · ↗unbeständig · ↗wetterwendisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›rasch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rasch‹.

Verwendungsbeispiele für ›rasch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber mußte ich mich nicht rasch eines anderen belehren lassen?
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 378
Dann verrauschte der Sturm ebenso rasch, wie er aufgefahren war.
Der Spiegel, 17.11.1986
Darauf werden so rasch als möglich Wahlen für eine Verfassunggebende Versammlung folgen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1945]
Doch nicht so rasch wie für ihre Schwestern dürfte ein Freier sich melden.
Kolb, Annette: Die Schaukel, Frankfurt a. M.: Fischer 1960 [1934], S. 22
Unvermittelt dann machten sie sich wieder an die Arbeit, sich über praktische Details rasch verständigend.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1038
Zitationshilfe
„rasch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rasch>, abgerufen am 08.05.2021.

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