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rausschmeißen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung raus-schmei-ßen
Wortzerlegung raus- schmeißen
Wortbildung  mit ›rausschmeißen‹ als Erstglied: Rausschmeißer  ·  mit ›rausschmeißen‹ als Grundform: Rausschmiss
eWDG

Bedeutung

salopp, umgangssprachlich
1.
etw., jmdn. hinauswerfen, hinausschmeißen
Beispiel:
der Junge hat die Obstreste zum Fenster rausgeschmissen
bildlich
Beispiele:
das Geld (zum Fenster) rausschmeißen (= es verschwenden)
das ist rausgeschmissenes Geld
2.
jmdn. unwirsch aus einem Raum, Haus, Ort weisen, jmdn. entlassen
Beispiele:
der Randalierer wurde aus dem Lokal rausgeschmissen
man hat den ungetreuen Kassierer rausgeschmissen

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) zeigen, wo die Tür ist · fortschicken · hinausschicken · hinauswerfen · nach Hause schicken · wegschicken · zum Gehen auffordern  ●  (jemandem) die Tür weisen  geh. · (jemanden) an die frische Luft befördern  ugs. · (jemanden) hinauskomplimentieren  geh. · des Saales verweisen  geh. · hinausbefördern  ugs. · hinausexpedieren (sehr selten)  geh., bildungssprachlich · rausschicken  ugs. · rausschmeißen  derb · rauswerfen  ugs. · vom Hausrecht Gebrauch machen  geh., juristisch, verhüllend · vor die Tür setzen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
entlassen  ●  (jemandem) den Vertrag nicht verlängern  variabel · (jemanden) kündigen  Hauptform · freisetzen  verhüllend · freistellen  verhüllend · (eiskalt) abservieren  ugs., salopp · (jemandem) den Stuhl vor die Tür setzen  ugs., fig. · (jemanden) loswerden  ugs. · (sich jemandes) entledigen  geh. · absägen  ugs., salopp · achtkantig rauswerfen  ugs., variabel · auf die Straße setzen  ugs., fig. · feuern  ugs. · hochkant(ig) rauswerfen  ugs., variabel · im hohen Bogen rauswerfen  ugs., fig. · rausschmeißen  ugs., salopp · rauswerfen  ugs. · schassen  ugs.
Unterbegriffe
  • (jemanden) aus dem Amt vertreiben · (jemanden) seines Amtes entheben  ●  (jemanden) aus dem Amt jagen ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
ausstoßen (Qualm, Rauch, Gas)  ●  (aus)spucken  fig. · emittieren  fachspr. · rausschmeißen  ugs. · speien  geh.

Typische Verbindungen zu ›rausschmeißen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rausschmeißen‹.

Verwendungsbeispiele für ›rausschmeißen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So wird es wahrscheinlich nie gelingen, das rausgeschmissene Geld vollständig wieder einzusammeln. [Die Zeit, 09.12.1994, Nr. 50]
Das ist, wenn du so willst, alles rausgeschmissenes Geld und verlorene Zeit. [Die Zeit, 27.05.1994, Nr. 22]
Dort gibt es jetzt eine Partei, die der rausgeschmissene Justizsenator Roger Kusch gegründet hat. [Die Zeit, 04.05.2006, Nr. 19]
Mit dieser Form der Selbstdarstellung erschwere sich die Bundeswehr ihr Verhältnis zur Jugend unnötig; Orden seien einfach »rausgeschmissenes Geld«. [Die Zeit, 01.05.1981, Nr. 19]
Was für den Staatssekretär Gerhard Ziller aus dem Bonner Wissenschaftsministerium eine »einzigartige Perspektive« bedeutet, ist für den bayerischen Kultusminister Zehetmair nur rausgeschmissenes Geld. [Die Zeit, 17.07.1995, Nr. 29]
Zitationshilfe
„rausschmeißen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rausschmei%C3%9Fen>.

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