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reduktiv

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung re-duk-tiv
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich, fachsprachlich mit den Mitteln der Reduktion arbeitend, durch Reduktion bewirkt

Typische Verbindungen zu ›reduktiv‹ (berechnet)

Aminierung Carboxylierung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›reduktiv‹.

Verwendungsbeispiele für ›reduktiv‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das theosophische Denken ist anscheinend keineswegs reduktiv, sondern erhöht alles zu transzendenten und weltumfassenden Ideen. [Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 375]
Durch ihre reduktive Kraft, ihre Abstraktheit, ihre sinnliche Leere ist sie vielleicht in der Lage, eigene Bilder im Leser hervorzurufen. [Süddeutsche Zeitung, 04.03.1995]
Die "säkulare Kultur" sei einer "Einschüchterung erlegen" und halte das "reduktive Forschungsprogramm für sakrosankt". [Die Zeit, 28.10.2013, Nr. 43]
Andererseits führt aber die „Eselsbrücke“ des anschaulichen Denkens sehr viel leichter zu Irrtümern und Fehlschlüssen als rein reduktives Denken. [Die Zeit, 29.05.1964, Nr. 22]
Die Gleichung zwischen Bild und Experiment ist reduktiv und verdrängt mit Affekt die Nachtseiten der Kunst. [Süddeutsche Zeitung, 06.11.2001]
Zitationshilfe
„reduktiv“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/reduktiv>.

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